Das Albertinum – endlich ausreichend Platz
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de / Ausgabe Januar-Februar 2010
Nach mehrjähriger Bauzeit wird das Albertinum im Juni wieder eröffnet. Skulpturensammlung und Galerie Neue Meister teilen sich nun das gesamte Gebäude, was die Darstellung der letzten zwei Jahrhunderte Kunstgeschichte in einem noch nie dagewesenen Umfang ermöglicht.
Während des Hochwassers von 2002 nahmen die unterirdischen Lagerräume des Albertinums Schaden. Einzigartige Kunstwerke und Zeitzeugnisse konnten mit Hilfe zahlreicher Bürger gerettet werden und es war klar: so etwas muss zukünftig verhindert werden.
Die Sanierung schafft mit einem architektonischen Meisterwerk Abhilfe, ohne die historische Bausubstanz zu zerstören. In 17 Metern Höhe wurde im Innenhof des Albertinums ein Depot errichtet. Mit 60 Metern Länge und 2.700 Tonnen Gewicht wurde so auf zwei Geschossen Raum für zahlreiche Exponate der Ausstellungen sowie für die Restaurierungswerkstätten beider Gemäldegalerien, das Kunstgewerbemuseum sowie den MathematischPhysikalischen Salon geschaffen. Durch eine einzigartige Verkleidung wird der Bau für Besucher praktisch kaum zu sehen sein.
Die Galerie Neue Meister beginnt mit Werken des Romantikers Caspar David Friedrich. Weiter geht es mit bedeutenden Impressionisten und expressionistischer Kunst bis hin zur Kunst der Gegenwart. Auch die Skulpturensammlung beginnt mit einem Künstler, der für den Aufbruch in eine neue Epoche steht Auguste Rodin.
Das mit dem für Dresden so typischen Sandstein verkleidete RenaissanceGebäude, was beide Ausstellungen beherbergt, wurde zwischen 1559 und 1563 an der heutigen Brühlschen Terrasse als Zeughaus erbaut. Hier an der Stadtmauer wurden also vormals militärische Ausrüstungen und Waffen gelagert und instandgesetzt. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Umbau zum Museum. Das Haus trägt seither zu Ehren von König Albert den Namen Albertinum

