Apfelernte 2010 in Sachsen
Weniger Äpfel – hohe Qualität – Apfelernte in Sachsen eröffnet
Nach dem Rekordjahr 2009 müssen sich Sachsens Obstbauern in diesem Jahr mit einer unterdurchschnittlichen Apfelernte begnügen. Mit erwarteten 81 000 Tonnen (2009: 105 000) wird die Erntemenge etwa 15 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre liegen. Ursachen sind das kühle und nasse Wetter im Frühjahr und die Hitze im Hochsommer. Während der Blüte schränkte das Wetter im Frühjahr den Bienenflug ein, wodurch ein reichlicher Fruchtansatz ausblieb. Hinzu kam im Juni Trockenstress während der Wachstumsphase, der Fruchtfall auslöste.
„Dennoch, die erwartete Menge würde immer noch ausreichen, die gesamte sächsische Bevölkerung mit Äpfeln aus heimischem Anbau bis ins nächste Frühjahr zu versorgen“, so Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. Darüber hinaus sei nicht die Menge allein für den Erfolg der Betriebe ausschlaggebend. „Auch in anderen Ländern fällt die Ernte geringer aus. Qualitätsware wird damit besonders wertvoll. Und da müssen sich die sächsischen Erzeuger keineswegs verstecken“. So sei sächsisches Obst bei Lebensmittelkontrollen auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln unauffällig.
Das werde unter anderem durch die Anwendung biologisch-biotechnischer Methoden zur Gesunderhaltung der Pflanzenbestände erreicht. Auf Wetterdaten aufbauende Prognosemodelle helfen ebenfalls dabei, Rückstände zu vermindern. Mit ihrer Hilfe kann der bestmögliche Zeitpunkt für eine entsprechende Gegenmaßnahme ermittelt werden. So können belastende Nachbehandlungen weitgehend vermieden werden.
Sachsen verfügt über das drittgrößte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. Vor allem der Dresdner Raum und das Muldental bieten beste Standortbedingungen. Beliebteste Sorten sind Jonagold, Idared, Gala, Golden Delicious, Elstar, Shampion und Pinova.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 06.09.2010

