Dresden in Zahlen – Statistisches aus 2008

2008 in : drittes Jahr in Folge mehr Geburten als Sterbefälle

In Dresden war im Jahr 2008 die Zahl der Geburten größer als die Zahl der Sterbefälle. Diese positive Bilanz zieht die Stadt bereits das dritte Jahr in Folge. Die Zahl der Geborenen stieg um 200 auf 5507, die der Gestorbenen sank um 3 auf 4775. Das Geburtenplus von 732 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nur im Jahr 1963 übertroffen.

Die zusammengefasste Geburtenziffer erreichte mit 1,48 wieder den Wert des letzten DDR-Jahres. Das ist aber trotzdem

deutlich unter dem für die einfache Reproduktion der Bevölkerung nötigen Wert von 2,1, der in Dresden nur 1961 bis 1966 sowie 1978 und 1980 erreicht wurde. Das Durchschnittsalter der Mütter stieg wieder und lag 2008 bei fast 30 Jahren.

Die allgemeine Fruchtbarkeitsziffer,

…die sich auf die Geburtenzahl von 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren bezieht, betrug in Dresden 52. Einige Stadtteile hatten aber stark abweichende Werte. Eine allgemeine Fruchtbarkeitsziffer von über 66 konnte für Mickten, Blasewitz, Striesen-Ost und Löbtau-Nord errechnet werden. Am anderen Ende mit unter 33 lagen die Pirnaische Vorstadt, die östliche Seevorstadt, Johannstadt-Süd, die östliche Südvorstadt und Gorbitz-Nord. Auch die Ortschaften hatten im Durchschnitt eine niedrigere Geburtenfreudigkeit als das alte Stadtgebiet.

Im Jahr 2007 wurden in Dresden 1811 Ehen geschlossen. Das war die höchste Zahl seit 1991. Das durchschnittliche Heiratsalter stieg weiter an. Frauen heirateten 2008 mit 30,7 und Männer mit 33,4 Jahren. 1039 Ehen wurden im vergangenen Jahr geschieden.

Die Zuzugszahlen gingen 2007 zurück, stiegen aber 2008 wieder an und erreichten mit fast 27 000 den zweithöchsten Wert seit 1990. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Fortgezogenen um über 2000 auf 22 569, die höchste Zahl seit 1998, sodass der immer noch deutliche positive Wanderungssaldo auf 4375 zurückging. Der Wanderungszuwachs konzentrierte sich besonders auf junge Erwachsene, während bei den Kindern immer noch mehr fort- als zuzogen.

Das anhaltende Wanderungsplus ist vor allem der Anziehungskraft Dresdens für die einschließlich des Umlands und die Bewohner der anderen neuen Bundesländer zu verdanken. Gegenüber den alten Bundesländern stieg der Fortzugsüberschuss weiter an und betrug 2008 mehr als 1000 Personen. Bei den innerstädtischen Umzügen setzten sich die seit 1998 rückläufigen Tendenzen fort. 2008 zogen zwei Prozent weniger um als 2007.

Ausführliche Tabellen, Diagramme und Karten enthalten die 66-seitigen Statistischen Mitteilungen „Bevölkerungsbewegung 2008“, die für zehn Euro bei der Kommunalen Statistikstelle, Nöthnitzer Straße 5, Telefon (03 51) 4 88 11 00, E-Mail statistik@dresden.de, erworben werden können.

Zahl der Erwerbstätigen erreicht den höchsten Stand seit 1991

Die Kommunale Statistikstelle legt Statistiken zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zu den Sozialdaten für die Dresdner Stadtteile vor.

Von den fast 23 000 Dresdner Betrieben waren die meisten in den Stadtteilen Äußere Neustadt und Blasewitz ansässig. 89 Prozent dieser hatten weniger als zehn Beschäftigte, in 90 Großbetrieben arbeiteten aber mehr als ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg von 2007 zu 2008 um fast 6000 und erreichte damit den höchsten Stand seit 1991. Im verarbeitenden Gewerbe betrug der Jahreszuwachs beim Gesamtumsatz wie im Vorjahr drei Prozent. Der Maschinenbau fuhr ein Rekordergebnis ein, der Umsatz in der Mikroelektronik fiel um 15 Prozent. Die 2006 einsetzende positive Entwicklung im Baugewerbe konnte 2008 bei den Beschäftigtenzahlen mit einer Steigerung um 2,2 Prozent fortgesetzt werden. Der Gesamtumsatz ging allerdings um fünf Prozent zurück.

Die Arbeitslosenquote sank 2008 deutlich

…es war die niedrigste seit 1996. Die höchsten Arbeitslosenanteile befanden sich in Gorbitz, Prohlis, Reick, Pieschen-Süd, der Friedrichstadt und in der Pirnaischen Vorstadt. Dauerhaft niedrig ist die Arbeitslosigkeit in Gompitz/Altfranken, /Wachwitz, Striesen, Plauen, Kleinzschachwitz und Gönnsdorf/Pappritz.

In Dresden empfingen Ende 2008 weniger als 57 000 Personen Leistungen nach SGB II (Hartz IV).

Das sind deutlich weniger als ein Jahr vorher. 24 Prozent davon sind . Der Leistungsempfängeranteil variiert sehr stark über die Stadtteile. Er reichte von 35 Prozent in Prohlis-Süd und 30 bzw. 28 Prozent in Gorbitz-Süd und Friedrichstadt bis zu weniger als vier Prozent in Altfranken/Gompitz und Langebrück.

2008 konnte beim Tourismus die Vorjahreszahl der Übernachtungen nicht erreicht werden, sie sank um zwei Prozent. Die deutliche Erhöhung der Gästebettenzahl um 7,6 Prozent brachte keine Trendwende, die Bettenauslastung sank auf 49,4 Prozent.

Die Zahl der niedergelassenen Ärzte hat sich im Jahr 2008 um zwei Prozent auf 946 erhöht, die Zahl der Zahnärzte erhöhte sich ebenfalls um zwei Prozent. Die Zahl der Apotheken blieb fast konstant.

Die Zahl der Menschen mit Behinderung nimmt seit vielen Jahren in Dresden aufgrund der demografischen Entwicklung zu. Bezogen auf die Bevölkerung haben 14 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer eine festgestellte Behinderung. Schwerbehindert sind 9,5 Prozent aller Dresdnerinnen und Dresdner.

Diese Aussagen und weitere Statistiken und Grafiken können der 88-seitigen Broschüre „Arbeit und Soziales 2008“ entnommen werden, die für zehn Euro bei der Kommunalen Statistikstelle, Nöthnitzer Straße 5, Telefon (03 51) 4 88 11 00, Fax (03 51) 4 88 69 13, E-Mail statistik@dresden.de erworben werden kann

Newsletter der Landeshauptstadt Dresden, 30.12.2009