Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik Dresden
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Juli-August 2008
Historie
Am 14. August 1679 schlossen sich drei Klempnermeister aus Dresden zu einer eigenständigen Innung zusammen. Erst zehn Jahre später unterzeichnete auch Kurfürst Johann Georg III. die Gründungsurkunde – die sogenannte „Confirmation“.
Bereits aus der ersten Innungssatzung geht hervor, dass der Meisterstatus erst nach vielen Prüfungen und Lehrjahren erreicht werden konnte. So musste der Anwärter zuvor zwei Jahre auf Wanderschaft gehen und zwei weitere Jahre bei einem Meister gearbeitet haben. Genau beschriebene Meisterstücke waren zu fertigen und zusammen mit dem Gesellen- und Lehrzeugnis dem Innungsvorstand zur Begutachtung vorzulegen. Diejenigen, die die Tochter eines Meisters heirateten, hatten es da einfacher: für diese Gesellen sah die Satzung Erleichterungen vor.
Ab 1861, mit Einführung der Gewerbefreiheit in Sachsen, entwickelte sich die Arbeit der Dresdner Klempnerinnung rasant weiter. Die neue Gewerbeordnung hebt noch bestehende Zunftschranken auf und beendet somit das alte Zunft- und Innungswesen.
Nach dem II. Weltkrieg, der auch unter Meistern und Gesellen verheerende Lücken gerissen hatte, formierten sich die Handwerker neu.
Am 21. März 1990 gründeten 137 Handwerker die heutige Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik Dresden als Körperschaft öffentlichen Rechts. Heute sind bei uns 181 Fachbetriebe organisiert.
Der Klempnerberuf heute – Fachbetriebe, die ihr Handwerk verstehen
Das Berufsbild hat sich seit Innungsgründung mehrfach stark verändert. Der Klempner ist der Spezialist für das Metallhandwerk zur Herstellung von Metalldächern- und Fassaden. Die ehemaligen Berufe des Gas- und Wasserinstallateurs und des Zentralheizungs- und Lüftungsbauers sind seit 1998 in der neuen Berufsbezeichnung „Installateur- und Heizungsbauer“ zusammengefasst. Die Lehrlinge werden seit 2003 im neuen Berufsbild „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ ausgebildet und geprüft.
Ständige Weiterbildungsangebote der Innung garantieren, dass unsere Mitglieder in allen Fragen fit sind und stets den neuesten Stand der Technik beherrschen. Der Einsatz erneuerbarer Energien gehört ebenso zum Angebot der Innungsfachbetriebe, wie die Gestaltung moderner, barrierefreier Bäder oder eine ausgeklügelte Klima- und Lüftungstechnik sowie die breite Palette der Dachklempnerei.
Innungstipps: Der Haus- und Gebäudecheck
Mit dem jährlichen Haus- und Gebäudecheck sorgen die Mitglieder der Innung für die Sicherheit der Hausbewohner. Außerdem erhält der Auftraggeber wertvolle Tipps für die Energieeinsparung.
Der Handwerker überprüft beim Haus- und Gebäudecheck wichtige haustechnische Anlagen auf Sicherheit und Funktionsfähigkeit. Dazu gehören:
- Heizungs-Check
- Überprüfung der Gasanlagen
- Prüfung von Heizölanlagen
- Trinkwasseranlagen-Check
- Check der Entwässerungsanlagen
- Dachklempner-Check (Regenentwässerung, Metalldach, Fassadenverkleidung, Denkmalschutz)
Ihre Vorteile:
- Höhere Sicherheit für die Hausbewohner
- Früherkennung von Schäden
- Vermeidung hoher Reparatur- und Folgekosten
- Erhöhung der Betriebssicherheit von haustechnischen Anlagen
- Rechtliche Entlastung des Hauseigentümers
Nach jedem Gebäudecheck erhält der Auftraggeber ein Prüfprotokoll der durchgeführten Maßnahmen. Eventuelle Mängel werden dokumentiert.
Einsatz erneuerbarer Energien
Da in den letzten Jahren die Kosten für Öl und Gas explosionsartig angestiegen sind und ein Abwärtstrend nicht abzusehen ist, denken Immobilienbesitzer und Bauherren immer mehr über Alternativen für den Heizungsbereich nach.
Die deutlichsten Einsparungen erreicht man durch Modernisierung der Anlagen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Wärmepumpen in verschiedenen Variationen
- Solarthermie zur Heizungs- und Warmwasser-Unterstützung
- Holz- und Pelletskessel
- Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung
- Brennwerttechnik
Über weitere Möglichkeiten und Fördermaßnahmen informieren Sie gern die Innungsfachbetriebe.