„Magische Stimmen“ bei den 19. Karl-May-Festtagen vom 14. bis 16. Mai
![]() |
| Joanne Shenandoah, Foto: PR |
Pferdehufe klappern. Schüsse fallen. Pfeile fliegen. Banjo-Seiten glühen. Freudenschreie schallen aus dem Goldwäschercamp. Im Schein des Lagerfeuers leuchten bunte Indianerfedern und Cowboyhüte auf…
Bei den diesjährigen 19. Karl-May-Festtagen wird der Trubel im Lößnitzgrund wieder unermesslich sein. Musik und Tanz, Cowboys, Indianer und Siedler erobern Radebeul und werden es in Atem halten. Entlang des Lößnitz-River und der von Banditen belagerten Strecke des „Santa-Fé-Express’“ können Besucher die Welt des sächsischen Abenteuerschriftstellers Karl May kennenlernen: Im Saloon der Westernstadt „Little Tombstone“ spielt die Band „Fünf Patronenhülsen“ wilde Melodien – die perfekte musikalische Untermalung für spektakuläre Gefängnisausbrüche, Schlägereien und Leichenprozessionen mit einem bärtigen Undertaker, wie er im Buche steht.
Zum Verweilen und Bestaunen laden die verschiedenen Camps auf dem Festgelände ein: Im „Desperado-Camp“ haben Banditen ihre Zelte aufgeschlagen, das Historische Südstaatencamp gibt Einblick in den amerikanischen Bürgerkrieg und das Siedlercamp „Fox Home“ zeigt das Leben deutscher Auswanderer im 18. und 19. Jahrhundert. Die Westerngruppe des Schützenvereins Kötzschenbroda e.V. „Loe River Company“ hat mit der Goldgräberstadt „Fort Henry“ ein Stück Wilden Westen an der Lößnitz urbar gemacht und zeigt ihre mit Liebe zum Detail geschaffene Siedlung während des Festwochenendes mit ganzem Stolz. Die vom Galopp der Pferde bebende Erde versetzt Groß und Klein in Bewunderung: Beim tollkühnen Bogenschießen zu Pferde und beim „Karl-May-Westernreitturnier“ im Sternreitercamp Wild-West-Wahnsdorf wird wagemutig um Siege geritten…
Fröhlich-laut erklingen magische Stimmen beim Bluegrass- und Countryfestival, wenn die Bands Uncle Earl (USA), Wade Fernandez (USA), Zydeco Anni & The Swamp Cats (D), Jimmy Bozemann & The Lazy Pigs (USA, CZ, D) und The Road Brothers (D) ihr Publikum begeistern und zum ausgelassenen Tanzen bringen.
Taumelnd und erschöpft vom Trubel – angesichts dieses aufregenden Programms – sinken die Gäste der Karl-May-Festtage am Lagerfeuer nieder. Besinnliche Momente inmitten dieses Abenteuers sind wahrlich schwer auszumachen. Und doch wird es bei den Festtagen für die Gäste aus Nah und Fern Augenblicke geben, sich zu besinnen – auf sich selbst, auf das Leben und ihre Bestimmung darin.
Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah
Der Stargast der Festtage, die Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah (Oneida Nation, USA), fand diese ihr vom Leben zugedachte Rolle. Sie folgte ihrer inneren Stimme, die ihr den Weg zu ihrer wahrer Berufung zeigte – der Musik. Sie bei der „Nacht der magischen Stimmen“ am Samstagabend zu hören, wird wahrlich zu einem magischen Moment für das Publikum. Die 19. Karl-May-Festtage versprechen drei Tage voller lauter und leiser Sensationen, die gewiss noch lange nachklingen werden.
(akr)



„Magische Stimmen“ vertreiben die Eisheiligen”
(Radebeul, 16. Mai 2010) Rund 23.000 Besucher strömten zu den 19. Karl-May-Festtagen in Radebeul.
Der Höhepunkt am Sonntag Vormittag war die Sternreiterparade mit 212 Reitern, die viele Hunderte Schaulustige anlockte. Die Schirmherren Dr. Matthias Rößler, sächsischer Landtagspräsident, und Dwayne Frost (Cree, Kanada), Botschafter der First Nations, tanzten ausgelassen mit den Line Dancers und indianischen Gästen auf der Meißner Straße.
Der diesjährige Gewinner des Karl-May-Sternrittes ist Jörn Krimmling, der auf seinem Pferd Sancho von Magdeburg nach Radebeul 288 Kilometer zurücklegte. Er bekam vom Winnetou der Landesbühnen Sachsen und seinem „Blutsbruder“ Old Shatterhand (Mark Schützenhofer und Holger Uwe Thews) die Friedenspfeife überreicht. Eine Hochzeit feierten die Sternreiter Jürgen und Elke Lorenz aus Grummbach, die sich am 14. Mai im Standesamt Radebeul hoch zu Ross das Ja-Wort gaben.
Unter dem Monumentalbild „Der Geist des Liedes“ von Dwayne Frost am Hohen Stein sang bei der „Nacht der Magischen Stimmen“ die Grammy-Preisträgerin und Stargast der Festtage Joanne Shenandoah (Oneida Nation, USA). Gemeinsam mit Wade Fernandez (Menominee, USA), Dennis Shorty (Kaska, Kanada) und vielen anderen indianischen Gästen verzauberte sie das Publikum mit der Magie indianischer Gesänge.
Die Westernstadt „Little Tombstone“ lockte mit Duellen und einer Hochzeit mit Tortenschlacht, im Saloon spielten die legendären „Fünf Patronenhülsen“ und sorgten bei Trappern und Cowboys für ausgelassene Stimmung. Beim Bluegrass- & Countryfestival spielten neben dem temperamentvollen Damenquintett Uncle Earl (USA) auch Zydeco Anni & The Swamp Cats (D), The Road Brothers (D) und Jimmy Bozemann & The Lazy Pigs bis tief in die Nacht. Die Landesbühnen zeigten Szenenausschnitte aus ihrer aktuellen Karl-May-Inszenierung „Der Ölprinz“.
Bei den Überfällen auf den Santa-Fé-Express ertönten im Lößnitzgrund lautstark Kanonen und Gewehre. Ein echtes Eldorado für Kinder waren die zahlreichen Spielplätze. Kiloweise Goldnuggets wuschen die Kleinen im Lößnitz-River. Eselreiten, Kinderschminken und Bogenschießen ließen die Kinderherzen höher schlagen.
Im Sternreitercamp begeisterten am Samstag die Reiter beim Karl-May-Westerreitturnier. Den Freiberger-Siegerpokal bekam in diesem Jahr Judith Blume überreicht.
Die berittenen Bogenschützen bewiesen beim Lauf zur deutschen Meisterschaft höchstes Geschick und volle Konzentration. Sieger im ungarischen Wettkampf wurde dabei wie im Vorjahr Norbert Spieß.
Insgesamt sorgten 120 Händler für das leibliche Wohl der Besucher und Gäste und 500 Mitwirkende für ein gelungenes Fest. Wir freuen uns auf das 20-jährige Jubiläum der Karl-May-Festtage im kommenden Jahr, vom 3. bis 6. Juni 2011.
Pressemitteilung Amt für Kultur & Tourismus Radebeul