KOMMtest: Wirtschaftsminister Morlok zeichnet Preisträger aus
Stollberg, Pirna und der Landkreis Meißen wollen noch mittelstandsfreundlicher werden. Für ihre Projekte “Kooperationsbetriebs-Kita”, “Innenstadtgalerie Pirna – Management zum Erfolg” und “Für den Mittelstand – wie aus einer Hand” wurden sie von Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) heute in Dresden ausgezeichnet.
„Wie attraktiv Sachsen als Wirtschaftsstandort ist, wird vor Ort in den Kommunen entschieden“, so der Minister. „Die Preisträger haben unkonventionelle Projekte entwickelt, die die Wirtschaft voranbringen und damit die Region insgesamt. Das gute Zusammenspiel von Verwaltung und Unternehmen zahlt sich für beide Seiten aus. Nachmachen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht.“
Am zweiten sächsischen Landeswettbewerb KOMMtest hatten sich insgesamt sieben sächsische Kommunen beteiligt.
“Unternehmer müssen schnell und kompetent Informationen zu ihren Vorhaben erhalten. Sie wollen Wirtschaftsförderungsleistungen unkompliziert in Anspruch nehmen können. Nur wenn sich der Unternehmer wirklich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann, profitieren die Kommunen von der Wirtschaftskraft der Unternehmen”, sagte Claus Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden zur Preisverleihung im Rahmen des sächsischen Landeswettbewerbs KOMMtest.
Der Preisverleihung im Dresdener Kulturrathaus vorausgegangen war eine Fachveranstaltung zum Thema Wirtschaftsförderung in den neuen Strukturen nach der Verwaltungsreform.
Preisträger-Projekte:
Innenstadtgalerie Pirna – Management zum Erfolg
In der Innenstadt von Pirna haben die etwa 350 ansässigen KMU mit den üblichen Problemen des traditionellen Einzelhandels zu kämpfen: Leerstände, Aushöhlung der Mitte durch alternative Angebotsformen, Einzugsgebiet der Landeshauptstadt Dresden. Ziel des Projektes ist es, unter professioneller Anleitung und Organisation eines zentralen Ansprechpartners die innerstädtische Gewerbeentwicklung deutlich zu verbessern und damit für eine Mehrzahl der ansässigen KMU die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren. Gemeinsam mit Händlern, Gastronomen und Dienstleistern in Verbindung mit der Verwaltung, sollen geeignete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden, wie zum Beispiel ein aktives Leerstandsmanagement oder eine Beratung bei der Profilierung, Festlegung von Sortimenten und Gestaltung der Handelseinrichtung.
Kooperations-Kita Stollberger Tor
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Stadt Stollberg zu einem stabilen Wirtschaftsstandort entwickeln können. Das Gewerbegebiet Stollberger Tor ist inzwischen Standort für 46 Betriebe mit mehr als 1.500 Mitarbeitern. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben und die Attraktivität für Eltern mit Kindern und Unternehmen zu erhöhen, soll in dem Projekt ein neues Konzept für eine Kooperations-Kita im Gewerbepark entwickelt und erprobt werden. Ziel ist es, eine flexible Kinderbetreuung anzubieten, die optimal auf die Wünsche und Bedürfnisse der Familien und Betriebe eingeht. Die Unternehmen können sich u. a. durch finanzielle Beteiligung oder Sponsoring in der neuen Kooperations-Kita engagieren und so für ihre Mitarbeiter Belegplätze sichern. Zusätzlich soll die Einrichtung einer Servicestelle “Kinderbetreuung” die Eltern unterstützen und bei Fragen und Problemen im Familienalltag weiterhelfen.
Für den Mittelstand – wie aus einer Hand
Der Landkreis Meißen hat die Fusion 2008 verwaltungsseitig bereits erfolgreich bewältig. Nun gilt es, eine Identität bzw. ein Leitbild nach innen und außen zu entwickeln. Ziel des Projektes ist es, durch abgestimmte Standards und Informationen einzelne Leistungen der Verwaltungen und Gesellschaften als ein Produkt “wie aus einer Hand” anzubieten. Dazu soll u.a. die derzeit recht aufwändige Recherche nach den richtigen und kompetenten Ansprechpartnern durch eine internetbasierte Plattform zur Wissensübermittlung deutlich vereinfacht werden.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, 26.1.2010

