Lauenstein – bezaubernde Stadt mit Schloss im Osterzgebirge
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe September-Oktober 2007

Inmitten des Müglitztales, welches von König Johann als das schönste Tal Sachsens betitelt wurde, liegt der Ort Lauenstein. Majestätisch ragen Schloss und Burganlage auf einem Felssporn empor und fügen sich malerisch in die grüne Umgebung ein.
Einer kleinen Straße nach oben folgend, Schloss- und Burgruine immer in Sichtweite, gelangt der Besucher auf den zauberhaften Marktplatz mit Falknerbrunnen und wird sogleich vom historisch-romantischen Ambiente gefangen genommen. Ob Schloss und Burgruine mit Osterzgebirgsmuseum, Schlossgarten und Falknerei mit Falknerstübel oder die Kirche St. Marien und Laurentin – von diesem zentralen Punkt sind die geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt leicht zu erreichen.
Geschichte von Lauenstein und Schloss
Der Ursprung der Stadt geht auf die im 13. Jahrhundert errichtete Burg zurück, um die sich Händler, Handwerker und Bauern ansiedelten. Ob die Burg ursprünglich tatsächlich als böhmische Grenzburg diente, wird wohl für immer im Dunkel der Geschichte verborgen bleiben. Jedenfalls erwarb Rudolf von Bünau im Jahr 1517 die Burg, welche von nun an für über 300 Jahre in Familienbesitz blieb.
Wie überall im Erzgebirge, ertönte auch hier das sogenannte Berggeschrei und die Bergleute folgten ihm auch nach Lauenstein. Der Erzabbau war sehr erträglich, Eisenhammerwerke entstanden rund herum und die Stadt wuchs. 1494 erteilte der sächsische Kurfürst Lauenstein das volle Stadtrecht.
Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert errichtetet, wobei Teile der Burg in den Bau mit einbezogen wurden. Nachdem ein großer Stadtbrand im Jahr 1594 die Stadt fast vollständig auslöschte, ließ Günter von
Bünau Stadt, Kirche und Schloss instandsetzen. Hierbei errichtete er den heute noch zu besichtigenden Wappensaal mit einmaliger Stuckdecke sowie den Vogelsaal und ließ manch anderen Raum mit prächtigen Malereien versehen. Ebenfalls wurde unter denen von Bünau ein barocker Park angelegt, der heute der Öffentlichkeit zugängig ist. 1821 erwarben die Grafen von Hohenthal das Schloss. Nach weiteren Besitzerwechseln ging das Schloss 1945 in kommunales Eigentum über. Nach Fertigstellung der umfangreichen Rekonstruktion erstrahlt das Schloss heute wieder in altem Glanz.
Mit ca. 850 Einwohnern gehört Lauenstein heute als Ortsteil zu Geising.

