Tage des offenen Weingutes 2010
Winzergenossenschaft Meißen bietet Wein, Weib und Gesang
Winzergenossenschaft beteiligt sich an Tagen des offenen Weingutes mit buntem Programm

Der Spätsommer lockt, die Weinernte naht: Traditionell finden daher am letzten Augustwochenende in ganz Sachsen die Tage des offenen Weingutes statt. Über 25 Weingüter entlang der Sächsischen Weinstraße öffnen dieses Jahr am 28. und 29. August ihre Pforten für Weinliebhaber. Die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen eG als Sachsens größter Weinhersteller mit derzeit rund 1.500 Mitgliedern darf dabei natürlich nicht fehlen: Die Winzergenossenschaft bietet ein buntes Programm in der WeinErlebnisWelt Meißen. Ein Shuttlebus verbindet alle Weingüter miteinander, so dass Gäste bequem zur WeinErlebnisWelt und von dort auch wieder weiter fahren können.
Auf dem Gelände der Winzergenossenschaft Meißen (Bennoweg 9) können Besucher aus nah und fern in der WeinErlebnisWelt hinter die Kulissen schauen. Sowohl am Sonnabend, dem 28. August, als auch am Sonntag, dem 29. August, wird ab 10.00 Uhr bis Open end neben der beim Tag des offenen Weingutes obligatorischen 3er Weinprobe mit drei verschiedenen Weinen (je 0,1 Liter) zum Preis von sechs Euro viel geboten. Die Gäste können im Weincafé der Winzergenossenschaft bei großartigem Blick auf den Burgberg mit der Albrechtsburg und dem Dom 20 unterschiedliche Weine aus 19 verschiedenen Rebsorten genüsslich probieren, Prickelndes und Feines an der Wein- und Sektbar unter den Arkaden trinken oder im sonnenumschmeichelten Hof der WeinErlebnisWelt köstliche Weine und kleine Speisen zur Musik von DJ Dirk Otto genießen.
Bei Führungen durch die historischen, liebevoll restaurierten Keller der WeinErlebnisWelt sowie durch die Produktion können sich Besucher auf eine audiovisuelle, spannende Zeitreise durch die Geschichte des Weins begeben. Natalie Weich, Kellermeisterin der Winzergenossenschaft Meißen, bietet Weinliebhabern eine Vergleichsweinprobe alter und neuer Jahrgänge, sogenannte „Archivweinproben“, mit jeweils einer Rebsorte. Zudem gibt es Weinquiz und Weinrätsel, einen Sinnesparcour „Wein und mehr“ zum Fühlen, Schmecken und Riechen, eine Hüpfburg und Kinderbasteln mit Weinmaterialien. Zudem werden verschiedene alte Handwerke vorgeführt. So fertigt die Schauglasbläserei „Belgora“ an beiden Tagen fürs Publikum Glaskugeln und Glasröhrchen. Am Sonnabend können die Kleinen an filigranen Bewässerungskugeln auch selbst „Hand anlegen“ und die Kugeln bunt bemalen. Ein besonderer Höhepunkt am Sonnabend, dem 28. August, ist ab 15.00 Uhr das Hofkonzert mit den Original Meißner Blasmusikanten und ab 17.00 Uhr Jazz und Swing mit der Sunday Swing Connection im Innenhof. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Am Sonntag, dem 29. August, sind eine Modenschau und um 15.00 Uhr ein weiterer Auftritt der Original Meißner Blasmusikanten geplant.
„Im letzten Jahr nahmen immerhin knapp 500 Gäste allein an den Kellerführungen teil. Die rund 3.000 Besucher waren begeistert von unserem Angebot und natürlich auch von unseren Weinen.“
Pressemitteilung Sächsische Winzergenossenschaft Meissen eG, 25.08.2010
25. August 2010 - Veröffentlicht in: Am Elberadweg, Landkreis Meißen |
Wettbewerb „Welten im Kopf“ und MAGIA MUNDI 2010
Über 120 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb „Welten im Kopf“ des Kunstministeriums und des Erzählkunstfestivals MAGIA MUNDI 2010
Die Sieger des Schülerwettbewerbes „LUFTsprünge und LUFTschlösser – Welten im Kopf“ des Kunstministeriums und des Erzählkunstfestivals MAGIA MUNDI 2010 stehen fest.
Aus den vielen Einsendungen hat die Jury, u.a. mit einer Vertreterin des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, acht Einzelbeträge und einen Gruppenbetrag – Kurzgeschichten und künstlerisch-bildnerische Arbeiten – ausgewählt. Beteiligt hatten sich 121 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 24 Jahren aus 20 Mittelschulen, Gymnasien und Berufsschulen im Freistaat. Anlass des Wettbewerbes ist das diesjährige Festival für Erzählkunst & Lauschkultur MAGIA MUNDI im Klosterpark Altzella/Nossen vom 20. bis 22. August 2010.
„Die Arbeiten zeigen, dass die Kinder und Jugendlichen mit offenem Blick durch unsere Welt gehen. Wer es lernt, offen zu sein, neugierig und zugewandt, hat es leichter. Wer bereit ist, mit jemandem, der eine andere Hautfarbe, Sprache oder Denkweise hat, seine Geschichten zu teilen, wird besser mit ihm auskommen. Und vor allem: Er wird sein eigenes Leben reicher und intensiver machen“, so die Schirmherrin des Festivals, Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer.
Die Prämierung der einfallsreichsten Ideen und Werke übernimmt der Abteilungsleiter Kunst im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Thomas Früh, am 21. August 2010 im Rahmen des Festivalprogramms „LUFTsprünge und LUFTschlösser“ im Klosterpark. Den Siegern winken Sachpreise bis zu 300 Euro. Aber nicht nur den Siegern, sondern allen Einsendern ist freier Eintritt zum Festival gewiss.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, 19.07.2010
Radebeul an der Sächsischen Weinstraße
Bericht die-infoseiten.de – Ausgabe Mai-Juni 2010
Von Winzern, Villen und Indianern
Vor einem Besuch in Radebeul, denkt der geneigte Gast zuerst an Karl-May und Kulturlandschaften mit Wein und Winzerhäuschen. Zweifellos ist die Stadtgeschichte eng mit dem Schriftsteller Karl-May und dem Weinbau verwoben. Dass Radebeul aber noch viel mehr zu bieten hat wird schnell klar. Hier floriert ein buntes Kultur- und Geschäftsleben, ehrwürdige Villen erinnern an frühere Zeiten, die Lößnitzgrundbahn begeistert nicht nur Eisenbahnfreunde und in der Volkssternwarte sind selbst die Sterne ganz nah. Nicht zuletzt bereitete hier Eduard Bilz den Weg für die Naturheilkunde und Gesundheitspflege.
Mit dem 75-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2010 wird der Zusammenschluss von insgesamt 10 Gemeinden zelebriert, der mit der Verbindung von Kötzschenbroda und Radebeul im Jahr 1935 sein Ende fand. Denn eigentlich gehen die Besiedlungsnachweise sehr viel weiter in die Geschichte zurück. Ziemlich genau bis in die Jungsteinzeit, aus der in der Lößnitz die ersten Siedlungsspuren entdeckt wurden. Sehr viel später (um 600 n.Ch.) besiedelten die Sorben das fruchtbare Gebiet.
Nach und nach entstanden die Dörfer Naundorf, Kötzschenbroda, Lindenau, Serkowitz, Wahnsdorf, Zitzschewig und Fürstenhain. In Ober- und Niederlößnitz – der Name Lößnitz tauchte 1286 erstmals in den Schriften auf – wurde Weinau betrieben. Das kleine Elbdörfchen Radebeul wird 1349 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Bewohner verdingten sich mit Ackerbau und Weinanbau, später ließen sich Häusler, Handwerker und Händler nieder.
Schließlich kamen zahlreiche Adels- und wohlhabende Bürgerfamilien und errichteten sich in der reizvollen Landschaft ihre Landsitze mit prächtigen Villen, Gärten und Weinbergen, die noch heute zu bewundern sind. Unter anderem nannten die Wettiner Weinbergsfluren ihr Eigen. Das Lust- und Berghaus der Hoflößnitz wurde bis 1650 für Johann Georg I. errichtet. Oft war er während der Weinlese zugegen. Nach und nach wurden aus den Sommerresidenzen ständige Wohnsitze. Mit Errichtung des naturheilkundlichen Sanatoriums durch Eduard Bilz im Jahr 1892, wurde das Gebiet auch ein Ort der Erholung und Gesundheit.
Ein weiterer berühmter Bewohner ließ sich bereits 1888 in der Lößnitz nieder. Nach zahlreichen Umzügen innerhalb des Gebietes kaufte er schließlich 1895 die Villa Shat
terland und blieb hier bis zu seinem Tode. Bis heute werden der berühmte Schriftsteller und seine legendären Romanhelden während der jährlichen Karl-May-Festtage im Mai gefeiert – ist an drei Tagen der Wilde Westen los.
Zu Beginn des 1 9. Jahrhunderts setzte, wenngleich zunächst zögerlich, auch hier die Industrialisierung ein. Dabei wurde von Anfang an auf die Trennung von Wohnen und Industrie geachtet. Während die prächtigen Villen rund um die Ober- und Niederlößnitz zu finden waren, wurden die großen Unternehmen jenseits der Eisenbahnschienen errichtet. Bis heute sind u.a. Firmen der Branchen Maschinenbau, Pharmazie, Genussmittel- und Nahrungsindustrie ansässig.
Die einzelnen Orte vergrößerten sich, wuchsen immer weiter aufeinander zu, die Bevölkerungszahl stieg. Schließlich, sicherlich auch um eine Eingemeindung nach Dresden zu umgehen, schlossen sich die beiden Gemeinden Radebeul und Kötzschenbroda 1935 zusammen, nachdem diese sich bereits mit den anderen angrenzenden Lößnitzorten verbunden hatten. Heute ist Radebeul Große Kreisstadt mit 33.000 Einwohnern.
Der Weinanbau
… prägt seit Jahrhunderten das Landschaftsbild Radebeuls. So soll bereits der Meißner Bischof Benno um 1100 die ersten Reben bewirtschaftet haben. Tatsächlich belegt ist der Weinanbau seit 1161 . Von jeher wird Wein in der Ober- und Niederlößnitz angebaut. Zahlreiche Wanderwege durchziehen das Gebiet, vorbei an zauberhaften Winzerhäuschen, Weingütern und Besenwirtschaften. Nachdem durch die Einschleppung neuer Krankheiten und schließlich dem Reblausbefall, der 1888 erstmals in der Lößnitz festgestellt wurde
, der Weinanbau fast gänzlich zum Erliegen kam, begann man erst Jahrzehnte später mit der großflächigen Wiederaufrebung.
Heute werden hier auf circa 420 ha. mehr als 40 Rebsorten angebaut. Eine sehr große Vielfalt und darunter einige Raritäten. Goldriesling z.B. wird deutschlandweit noch in Sachsen angebaut. Seit 1999 ist die Landschaft der Lößnitz als „Historische Weinberglandschaft Radebeul“ denkmalgeschützt.
Altkötzschenbroda
Kötzschenbroda wurde 1226 das erste Mal erwähnt. Es war unter den einst zehn selbständigen Orten das größte und wirtschaftlich stärks
te Dorf mit Kirche und Markt. Eine 1486 benannte Schmiede ist der erste nachgewiesene Handwerksbetrieb der Lößnitz.
Auch politisch spielte der idyllische Ort nahe des Elberadweges bereits eine große Rolle: Am 27. August 1645 wird im hiesigen Pfarrhaus der Friedensvertrag zwischen Schweden und Sachsen im Dreißigjährigen Krieg unterzeichnet. Der alte Holztisch, an dem dies geschah, steht heute in der Friedenskirche. Zuvor jedoch hatten die Schwedischen Truppen auch hier ganz grässlich gewütet.
Die Gebäude rund um den historischen Dorfanger von Altkötzschenbroda wurden nach 1990 liebevoll saniert – zuvor stand gar der Totalabriss zur Depatte. So kann heute mit Fug und Recht von einem Kleinod der Architektur gesprochen werden. Damals wie heute wimmelt rund um den Anger das Leben. Kunsthandwerkern kann über die Schulter geschaut werden, Gaststätten, gemütliche Cafes und urige Kneipen reihen sich an Galerien, kleine Lädchen und Ateliers. Zahlreiche Veranstaltungen wie z.B. die jährlich stattfindende Kasperiade, die Weinfeste und der Familien-Weihnachtsmarkt locken hunderte Besucher in den einstigen Dorfkern.
Das Spitzhaus
… gilt als eines der Wahrzeichen der Lößnitz. Seit 1622 steht es hoch oben auf dem Weinberg. General von Flemming, einer der Eigentümer, schenkte es 1707 der Gräfin Anna Constantia von Cosel, die es ihrerseits drei Jahre später an August den Starken verkaufte. So blieb es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Besitz der Wettiner.
“August der Starke hatte durch Erwerb des Wolfframsdorfschen Weinberges und weiterer An- und Verkaufsaktivitäten eine zusammenhängende Abrundung seines Besitzes in der Hoflößnitz erreicht. … Eine Voraussetzung für Augusts weitgreifende Vorstellungen zur … barocken Festplatzgestaltung.” (Quelle: historischer Wanderleitfaden – Heft 4)
Heute befindet sich hier ein Restaurant mit herrlichem Panoramabick.
Die Spitzhaustreppe
… mit ihren 397 Stufen geht auf die Idee August des Starken zurück, das Spitzhaus und die Hoflößnitz zu verbinden. Jedoch erfolgte die Umsetzung erst nach seinem Tode. 1991 wurde die Treppe restauriert.
Der 18 m hohe Bismarckturm
… wurde 1907 allein durch Spenden errichtet. Auch Karl May spendete für den Bau. Den Entwurf lieferte Wilhelm Kreis, der Architekt der neuen Augustusbrücke und des Hygiene-Museums in Dresden.
16. Juli 2010 - Veröffentlicht in: Am Elberadweg, Landkreis Meißen |
Fußballfieber im Restaurant KROKO in Radebeul
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Telefon / Fax: 0351 – 8 38 22 01
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25. Mai 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen |
„Magische Stimmen“ bei den 19. Karl-May-Festtagen vom 14. bis 16. Mai
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| Joanne Shenandoah, Foto: PR |
Pferdehufe klappern. Schüsse fallen. Pfeile fliegen. Banjo-Seiten glühen. Freudenschreie schallen aus dem Goldwäschercamp. Im Schein des Lagerfeuers leuchten bunte Indianerfedern und Cowboyhüte auf…
Bei den diesjährigen 19. Karl-May-Festtagen wird der Trubel im Lößnitzgrund wieder unermesslich sein. Musik und Tanz, Cowboys, Indianer und Siedler erobern Radebeul und werden es in Atem halten. Entlang des Lößnitz-River und der von Banditen belagerten Strecke des „Santa-Fé-Express’“ können Besucher die Welt des sächsischen Abenteuerschriftstellers Karl May kennenlernen: Im Saloon der Westernstadt „Little Tombstone“ spielt die Band „Fünf Patronenhülsen“ wilde Melodien – die perfekte musikalische Untermalung für spektakuläre Gefängnisausbrüche, Schlägereien und Leichenprozessionen mit einem bärtigen Undertaker, wie er im Buche steht.
Zum Verweilen und Bestaunen laden die verschiedenen Camps auf dem Festgelände ein: Im „Desperado-Camp“ haben Banditen ihre Zelte aufgeschlagen, das Historische Südstaatencamp gibt Einblick in den amerikanischen Bürgerkrieg und das Siedlercamp „Fox Home“ zeigt das Leben deutscher Auswanderer im 18. und 19. Jahrhundert. Die Westerngruppe des Schützenvereins Kötzschenbroda e.V. „Loe River Company“ hat mit der Goldgräberstadt „Fort Henry“ ein Stück Wilden Westen an der Lößnitz urbar gemacht und zeigt ihre mit Liebe zum Detail geschaffene Siedlung während des Festwochenendes mit ganzem Stolz. Die vom Galopp der Pferde bebende Erde versetzt Groß und Klein in Bewunderung: Beim tollkühnen Bogenschießen zu Pferde und beim „Karl-May-Westernreitturnier“ im Sternreitercamp Wild-West-Wahnsdorf wird wagemutig um Siege geritten…
Fröhlich-laut erklingen magische Stimmen beim Bluegrass- und Countryfestival, wenn die Bands Uncle Earl (USA), Wade Fernandez (USA), Zydeco Anni & The Swamp Cats (D), Jimmy Bozemann & The Lazy Pigs (USA, CZ, D) und The Road Brothers (D) ihr Publikum begeistern und zum ausgelassenen Tanzen bringen.
Taumelnd und erschöpft vom Trubel – angesichts dieses aufregenden Programms – sinken die Gäste der Karl-May-Festtage am Lagerfeuer nieder. Besinnliche Momente inmitten dieses Abenteuers sind wahrlich schwer auszumachen. Und doch wird es bei den Festtagen für die Gäste aus Nah und Fern Augenblicke geben, sich zu besinnen – auf sich selbst, auf das Leben und ihre Bestimmung darin.
Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah
Der Stargast der Festtage, die Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah (Oneida Nation, USA), fand diese ihr vom Leben zugedachte Rolle. Sie folgte ihrer inneren Stimme, die ihr den Weg zu ihrer wahrer Berufung zeigte – der Musik. Sie bei der „Nacht der magischen Stimmen“ am Samstagabend zu hören, wird wahrlich zu einem magischen Moment für das Publikum. Die 19. Karl-May-Festtage versprechen drei Tage voller lauter und leiser Sensationen, die gewiss noch lange nachklingen werden.
(akr)
05. Mai 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen | 1 Kommentar »
Lößnitzgrundbahn – Von Radebeul-Ost nach Radeburg
Erinnerungen an die Reichsbahnzeit und ein Blick in die Gegenwart

von Hans-Peter Waack
Am 17.09.81 steht ein Personenzug mit der Lokomotive 99 1773 am Radebeuler Haltepunkt Weisses Ross. Die Fahrgäste warten am Packwagen und wollen eine Fahrkarte zur Mitfahrt kaufen. Das dauert. Der Heizer hat schon ordentlich eingeheizt. Dem fällt dann aber ein, dass man doch noch ein paar Fotos machen könnte, denn die Fahrkartenverkaufsaktion zieht sich hin. Also schaut Lokführer Thomas P. mal ein bisschen fotogen aus seinem Fensterchen, vor der Lok steht niemand und das Ambiente stimmt, obwohl wir seinerzeit die vermeintliche Romantik nicht wahrgenommen haben.
Die Lok hat an der Rauchkammer ein Schild verpasst bekommen, auf welchem an 100 Jahre Schmalspurbahn in Sachsen erinnert wird. Aber musste man das Schild unbedingt v o r die Loknummer setzen? Da hat es wohl am besten gehalten. Seitdem sind fast 29 Jahre vergangen. Mein letzter Besuch bei der Lößnitzgrundbahn liegt im Grunde fast genau so viele Jahre zurück. Obwohl ich hier knapp 4 Jahre nebenbei als “Linksaußen” auf den Lokomotiven der Gattungen IV K, VI K und den Neubauloks der Baureihe 99.77-79 – nicht exakt manchmal als “VII K” bezeichnet – Gelegenheit hatte, Dienst zu tun und jede Schwelle kannte, gab es wenig Veranlassung, später öfter wieder mal vorbeizuschauen. Das ein oder andere Foto entstand schon mal, wenn ich in der Gegend war, aber irgendetwas hielt mich davon ab, hier mal wieder so richtig loszulegen. Dabei ist es ein schönes Ziel und es liegt auch gleich “um die Ecke”. Die Landschaft ist äußerst reizvoll und es dampft. Jeden Tag. Was will man eigentlich mehr ?
Ja, genau, was will man eigentlich mehr ? Das habe ich mich am 08.09.09 auch mal wieder gefragt und die Antwort konnte nach so langer Zeit nur lauten: Fahr mal wieder hin und schau dir an, was draus geworden ist. Der Weg führte – das obere Bild von 1981 gedanklich im Kopf – wieder zum Haltepunkt Weisses Ross. Spontan entfuhr es mir: Ist das hier schön geworden! Frisch gefliest. Sieht aus, wie im Badezimmer. Ist das noch Kleinbahnromantik? Egal, jetzt wird hier fotografiert. Der Rest passt auch nicht, angefangen vom hundertprozentigen Gegenlicht und den im Vergleich zu früher unromantischen Lampen und dann eben dieser Bahnsteig, nee, nee, nee… Wenigstens hat man den alten Telegrafenmast stehen gelassen. Und es kommt eine Einheitslok, die gab es früher hier nicht. Wegen dem Wasser. Genauer gesagt, wegen dem Kalk im Wasser. Mehr dazu aber weiter unten.
Radebeul-Ost – Radeburg und zurück (Lößnitzgrundbahn) >> Bericht von Hans-Peter Waack weiterlesen
03. Mai 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen, Qualität und Tradition |
Winzergenossenschaft Meißen mit Premiumweinen
Edition „ANNO 1161“
Winzergenossenschaft stellt mit Edition fünf ausgezeichnete Weine vor
Als Markgraf Otto der Reiche im Jahre 1161 einem Zisterzienserkloster ein Stück Rebland überschrieb, wusste er noch nicht, dass er mit der Schenkungsurkunde ein Stück Geschichte schreiben würde. Diese Urkunde ist der erste schriftliche Beweis über den Weinanbau im sächsischen Elbtal. Als größter Weinproduzent im Freistaat Sachsen feiert die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen eG das 850-jährige Weinbaujubiläum nicht erst 2011, sondern schon jetzt: Unter dem Titel „ANNO 1161 – 850 Jahre Tradition, Passion und Leidenschaft Sächsischer Weinbau“ präsentiert die Winzergenossenschaft mit ihrer Tochterfirma, der Meißner Weinmanufaktur GmbH, eine exklusive Premiumlinie mit fünf ausgezeichneten Weinen.
„Mit der Premiumlinie ANNO 1161 wollen wir krönen, was einst Mönche in Sachsen begannen. Wir haben dafür fünf Weine von erlesener Qualität ausgewählt, die bereits alle ausgezeichnet wurden, und haben von jeder Sorte nicht mehr als 2.000 Flaschen abgefüllt“, erklärt Lutz Krüger, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Meißen. Da die sächsischen Weine bereits selbst Raritäten sind, sind die fünf erlesenen feinen Tröpfchen definitiv Raritäten unter Raritäten! „Mit Leidenschaft und Passion wurden diese Weine unserer Tradition entsprechend im Weinkeller ausgebaut, die Linie ANNO 1161 steht hierbei für ausgesuchte Spitzenweine unseres Hauses“, so Krüger.
In die Premiumlinie haben es vier sorgfältig ausgewählte Weißweine und ein Rotwein geschafft. „Der Rotwein ist ein Portugieser. Er präsentiert sich mit sanftem Rubinrot mit orangenfarbenen Reflexen im Glas, überzeugt in der Nase mit eleganten Kirschnoten, zart duftigen Beerentönen, einer leichten Holznote sowie feinen Röstaromen. Im Mund erlebt der Genießer eine wahre Sauerkirschexplosion. Die Säure ist perfekt eingebunden und katapultiert die Aromen in ungeahnte Höhen. Im Abgang wird er zum wahren Schmusekätzchen, ganz weich und samtig“, schwärmt Kellermeisterin Natalie Weich. Den feinen, eleganten Rotwein empfiehlt sie vor allem zu feinen Gerichten.
Der weiße Morio Muskat ist inzwischen ein echter Exot. „Dieser Wein wird mittlerweile als absolute Rarität gehandelt, da er im Anbau stark zurückgegangen ist und zudem nur niedrige Erträge liefert. Der Weißwein erobert mit seinen intensiven Muskatnoten und würzigen Aromen wie Lavendel und Holunder regelmäßig nationale und internationale Weinpreise und die Genießer und Sommeliers aus nah und fern. Er passt hervorragend zu pikanten Ragouts sowie süß-sauren und aromatischen Speisen“, erläutert die Weinkennerin Natalie Weich abschließend. Weitere Weißweine der Premiumlinie sind der Traminer, der Weißburgunder und die Scheurebe. Alle ausgewählten Weine stammen aus dem Jahrgang 2008.
Pressemitteilung Sächsische Winzergenossenschaft eG, 14.04.2010
15. April 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen, Qualität und Tradition |
Eröffnung historischer Ratssaal in Meißen
Mit einem Finanzvolumen von 8,72 Millionen Euro hat sich der Freistaat Sachsen gemeinsam mit dem Bund seit 1991 an den Sanierungsmaßnahmen des Rathauses in Meißen beteiligt. Der heute eröffnete Ratssaal ist einer von neun Bauabschnitten der jetzt zum Abschluss kommt.
Innenminister Markus Ulbig: „Die Meißener können stolz auf ihr saniertes Rathaus sein. Mit der Eröffnung des historischen Ratssaales erhält das Gebäude sein eigentliches Herzstück zurück. Das ist ein historischer Augenblick in der langen Meißener Stadtgeschichte. Die Sanierung ist dabei nicht nur eine bauliche Aufgabe, sie leistet auch einen wichtigen Beitrag für die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt.“
Die Finanzierung erfolgte schwerpunktmäßig im Programm “Städtebaulicher Denkmalschutz” (SDP). In den Jahren bis 1996 sind zusätzlich Mittel aus weiteren Programmen in die Finanzierung der Baumaßnahme geflossen.
Das spätgotische Rathaus ist das imposanteste Gebäude am Markt neben den schönen restaurierten Bürgerhäusern aus der Renaissancezeit. Als Sitz der Meißner Ratsherren zwischen 1470 und 1486 erbaut, wurde es außen umfangreich saniert. Bereits in alter Schönheit zu bewundern ist das 13.000 m² große Dach. Dafür waren 52.000 Rautenspitzbiber erforderlich, nachgeschaffen anhand erhalten gebliebener originaler Bruchstücke. Besondere Zierde sind die ebenfalls schon fertig gestellten drei Zwerchhäuser im Dachbereich. Das Meißner Rathaus gilt als das älteste seiner Bauart im sächsischen Raum. Die Außensanierung wurde im Jahr 2001 abgeschlossen.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium des Innern, 12.04.2010
14. Meißner Hahnemanntage
Homöopathische Therapien als Ergänzung zur Schulmedizin
Die Mehrheit der Deutschen nutzt heute homöopathische Therapien. Dabei wird die Komplementärmedizin vor allem ergänzend und begleitend neben den schulmedizinischen Standardmethoden angewandt. „Nicht die Frage Schul- oder Komplementärmedizin steht im Mittelpunkt, sondern der Patient. Ihm zu helfen ist oberstes Gebot. Zwei Wege, ein Ziel. Es ist unbestritten, dass die evidenzbasierte Medizin große Erfolge bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs oder Herzinfarkt ermöglicht hat. Anderseits vertrauen viele Menschen gerade bei der Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten, Magen- und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, Hautkrankheiten und Kreislaufstörungen auch alternativen Heilmethoden wie der Homöopathie. Die Alternativmedizin hat sich innerhalb von 40 Jahren in der deutschen Gesellschaft positiv und fest verankert. Ein Trend, der nach wie vor andauert“, betonte Gesundheitsministerin Christine Clauß anlässlich der „14. Meißner Hahnemanntage“.
Zu Zeiten ihrer Entstehung stellte die Homöopathie im Vergleich zu den damals bekannten anderen Behandlungsmethoden einen wesentlichen Fortschritt dar, weil sie wesentlich sanfter kurierte und die Menschen deutlich weniger belastete.
Auch im Jahr 2010 ist die Stadt Meißen wieder Anziehungspunkt für homöopathisch tätige Ärzte und Heilpraktiker. Bereits zum 14. Mal finden in der Kreisstadt die nach dem Begründer der unter dem Begriff „Homöopathie“ bekanntgeworden Lehre benannten „Meißner Hahnemanntage“ statt.
Die Schirmherrschaft über diese vom 9. bis zum 11. April 2010 stattfindende Veranstaltung hat in diesem Jahr die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß übernommen.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Soziales, 10.4.2010
10. April 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen |
Durch die linkselbischen Täler zwischen Dresden und Meißen
Historischer Wanderleitfaden - eine Beispieltour aus diesem Heft
WENN KALKELATERSCH IN DE BOOMBLUT ZIEHN…ZSCHONERGRUND – TÄNNICHTGRUND … WEGVORSCHLAG
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Haltepunkt Kemnitz (anreisen kann man mit der Regional-Bahn). Zu Beginn führt der Weg von Kemnitz aus stadteinwärts entlang der Bundesstraße 6 (Meißner Landstraße). Wenn die Kreuzung an der Merbitzer Straße erreicht ist, grüßt rechts der Kirchturm von Briesnitz. Der Merbitzer Straße folgend findet der Wanderer die Weltemühle.
Auf der linken Seite, direkt vor der heutigen Hotelanlage, beginnt der Wanderweg (grüner waagerechter Strich) durch den Zschonergrund bis zur Zschonermühle (Busanschluß). Die Wandermarkierung (grüner waagerechter Strich) weist den Weg nach einem Straßenabschnitt links in den hinteren Teil des Zschonergrundes, die Wilde Zschone. Hinter einem großen Steinbruch zweigt der Weg (gelber waagerechter Strich) rechts nach Podemus ab (Busanschluß). Kurz nach dem Ortseingang führt die Pappelallee Zum Schwarm zum Dorfkern von Brabschütz (Busanschluß).
Den Richtungswegweisern an der Straße folgend gelangt der Wanderer über Rennersdorf (1378 als Reymarsdorf erstmals erwähnt), den Stausee- und Silbertalweg entlang zum Oberen Staubecken. Beim Überqueren des Staudamms tritt wieder der gelbe Strich als Wandermarkierung auf. Nach Oberwartha (Busanschluß) gelangt man über die Straße An der Schäferei, vorbei am ehemaligen Klostergut. Vom Dorfplatz aus, der Unkersdorfer Straße nach links folgend, weist kurz darauf ein Wegweiser Richtung Naturdenkmal der Fünf Brüder und zum Einstieg in den Tännichtgrund. Der Talweg, die Wegmarkierung gelber waagerechter Strich beibehaltend, endet in Niederwartha.
Erschöpfte Wanderer können die Bahnverbindungen oder die Buslinien für die Rückfahrt nutzen. Die Bundesstraße 6 querend, wird die Wanderung nun auf dem Elberadweg durch das Landschaftsschutzgebiet Elbtal bei Radebeul Richtung Dresden (Wandermarkierung: grüner Punkt) über Gohlis bis zur Gohliser Windmühle fortgesetzt.
Die Tour nimmt ihren weiteren Verlauf entlang des Elberadweges, vorbei an den Elblachen bei Stetzsch. Nach kurzer Zeit zweigt rechts der Radweg nach Kemnitz ab und führt zum Ausgangspunkt zurück.
Historischer Wanderleitfaden – alle Hefte bei kaufkultur.de->
06. April 2010 - Veröffentlicht in: Landkreis Meißen |

