„Übergänge mit System“ – neue Wege in der Ausbildung
Sachsen und Bertelsmann kooperieren bei Berufsausbildung
Sachsen nimmt als eines von fünf Bundesländern an der Initiative „Übergänge mit System“ der Bertelsmann Stiftung teil. Die Initiative setzt sich dafür ein, alle Jugendlichen an der Schwelle zwischen Schule und Berufsausbildung systematisch und ohne Zeitverlust zu einem Berufsabschluss zu führen. „Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen Jugendlichen zurückzulassen“, begründete Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP) das Engagement des Freistaates. „Wir brauchen für die Schüler passgenaue Wege von der Schule in die Berufsausbildung“, ergänzte Kultusminister Roland Wöller. Dass Bertelsmann den Freistaat Sachsen für eine Zusammenarbeit ausgewählt hat, zeige deutlich, dass hier bereits sehr gute Vorarbeit geleistet wurde, sind sich die Minister einig.
Zunächst wird genau analysiert, wie derzeit der Übergang von der Schule zur Berufsausbildung verläuft. Ziel ist es dabei, die besten Ansätze aus der Vielzahl der unterschiedlichen Maßnahmen und Programme herauszufiltern. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die Universität St. Gallen. Anschließend wird eine Gesamtstrategie erarbeitet, damit ein reibungsloser Start in die Ausbildung gelingt.
Demnach sollen Jugendliche zukünftig gleich nach dem Ende ihrer Schulzeit ausgebildet werden. Im Vordergrund steht die duale Ausbildung in Betrieben. Jugendliche, die noch nicht über die notwendige Reife für eine Ausbildung verfügen, sollen eine individuelle Unterstützung erhalten, gekoppelt an ein verbindliches Angebot, bei erfolgreichem Abschluss eine Berufsausbildung anzutreten.
„Die Entspannung am Ausbildungsmarkt bietet uns die große Chance, das Übergangssystem so zu gestalten, dass teure und zeitraubende Umwege oder gar Sackgassen auf dem Weg zum Berufsabschluss der Vergangenheit angehören“, so Minister Morlok. „Das hilft nicht nur den Jugendlichen, auch die Wirtschaft wird auf der Suche nach Fachkräften unterstützt. Und nicht zuletzt entlastet es die Steuerzahler, wenn zukünftig nur noch Maßnahmen mit echter Perspektive angeboten und finanziert werden.“
gemeinsame Pressemitteilung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Staatsministerium für Kultus und Sport, 27.12.2009
Die Kooperation mit Bertelsmann läuft zunächst bis Sommer 2010. Bei guten Erfolgen ist eine Weiterführung bis Ende 2012 vorgesehen.

