Augusthochwasser 2010 Sachsen
Iden betroffenen Landkreisen und Städte sind nachfolgende Telefone für Bürgeranliegen frei geschaltet
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:
Bürgerbüro Pirna
Telefon: 035 01 / 515-0, -403, -423 Fax: 035 01 / 515-424 |
Bürgerbüro DippoldiswaldeTelefon: 035 04 / 620-1111 Fax: 035 04 / 620-1106 |
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Bürgerbüro FreitalTelefon: 03 51 / 648-5300 Fax: 03 51 / 648-5369 |
Bürgerbüro SebnitzTelefon: 03 59 71 / 84-151, -154 Fax: 03 59 71 / 84-105 |
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Außensprechstunde Neustadt/ Sa.Telefon: 035 96 / 569-249 Fax: 035 96 / 569-284 |
Landkreis Bautzen:E-Mail buergeraemter@lra-bautzen.de Tel.: 035 91/52 51 17 017 |
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Landkreis Görlitz:Bürgertelefon Landkreis 035 88 / 28 59 41 und 035 88 / 28 59 40 |
Bürgertelefon der Stadt Görlitz035 81 / 67 28 00 |
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Stadt Chemnitz:03 71 / 48 81 588 täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr |
Erzgebirgskreis:037 33 / 83 11 055 (Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 6.30 Uhr bis 18.00 Uhr) |
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Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium des Innern, 10.08.2010
Nationalpark Sächsische Schweiz
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Mai-Juni 2010
Mit der Natur leben heißt von der Natur lernen
Bizarre und schroffe Felswände, wie durch einen großartigen Künstler geschaffene, abstrakt verwitterte Formen, eingebettet in dichte Wälder und üppige Wiesen – so zeigt sich das Gebiet der Sächsischen Schweiz den Besuchern. Und doch, alles ist naturgeschaffen, über Jahrmillionen gewachsen, verwittert, aufgetürmt.
Die Entstehung des Elbsandsteingebirges geht zurück in die Kreidezeit, auf den Vorstoß des Kreidemeeres vor etwa 180 Millionen Jahren. Zuflüsse brachten Sedimente der umliegenden Landschaften mit, die sich am Meeresgrund ablagerten. Als das Kreidemeer abfloss, blieben bis zu 600 m starke Sand- aber auch sandigtonige Schichten zurück, aus denen durch tektonische Veränderungen, Eiszeit und Verwitterung das Elbsandsteingebirge entstand. Dabei lassen sich die Oberflächen in drei Gruppen einordnen:
- Tafelberge
- Ebenheiten
- Täler, Gründe und Schlüchte.
Über Jahrhunderte hinweg wurde das Land für den Sandsteinabbau, die Jagd und die Forstwirtschaft genutzt. Wichtigster Verkehrsweg im sonst unwegsamen Gelände war stets die Elbe. Vor 200 Jahren entdeckten auch erste Reisende die geheimisvolle, damals noch gänzlich unerforschte Landschaft – durchwanderten neugierig das Gelände.
… und woher stammt der Name Sächsische Schweiz?
Man sagt, dass dieser von zwei schweizer Malern, Adrian Zingg und Anton Graff, geprägt wurde. Als sie ihr Weg während ihrer Deutschlandreise durch das Elbsandsteingebirge führte, fühlten sie sich an ihre Heimat, die Schweizer Jura, erinnert und schufen so den zunächst etwas irreführenden Namen Sächsische Schweiz.
Von vielen berühmten Persönlichkeiten, die die Gegend erkundeten, ließen sich u.a. Ludwig Richter, Caspar David Friedrich und Carl Maria von Weber zu Meisterwerken inspirieren. Ludwig Richter fand hier sein Motiv zum berühmten Gemälde “Überfahrt am Schreckenstein”, Caspar David Friedrich porträtierte sich selbst mit Motiven des Gebirges in “Der Wanderer über dem Nebelmeer” und Carl Maria von Weber wurde zur Wolfsschluchtszene seines Freischütz mit Käuzchenruf und Windesrauschen inspiriert. Die schon damals beliebte Route ist heute als Malerweg bekannt.
Schützenswerte Einmaligkeit in Natur und Form des Nationalparks
In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen erste Bestrebungen, die einmalige Landschaft zu schützen. So kam es 1850 zu ersten Erhaltungsmaßnahmen am Tiedge, über Jahre hinweg wurde immer wieder dem Bau von verschiedenen Seilbahnen und Aufzügen widersprochen. Große Verdienste gehen hier auf den Landesverein Sächsischer Heimatschutz (gegr. 1908) und den Verein zum Schutze der Sächsischen Schweiz (gegr. 1910) zurück, die mit vielen Publikationen für Aufklärung in der Bevölkerung sorgten und Schutzmaßnahmen durchsetzten.
Der großflächige Abbau von Sandstein mit den damit verbundenen Landschaftszerstörungen waren eine Sorge, mit der sich die Mitglieder beschäftigten. So wurden 1910 durch den Verein zum Schutz der Sächsischen Schweiz Steinbrüche angekauft und stillgelegt, nachdem bereits 1877 erste Forderungen zur Einschränkung des Abbaus in der Nähe von Naturschönheiten laut geworden waren.
1912 kam es zur Ausweisung eines ersten Schutzgebietes im Polenztal. 1928 erwarb der Landesverein Sächsischer Heimatschutz die Märzenbächerwiesen im Polenztal und stellte sie unter Schutz. Im nördlichen Teil des heutigen Nationalparkes entlang der Polenz zwischen Neustadt und der Heeselichtmühle befindet sich dieses Kleinod. Im knapp 8 ha großen Naturschutzgebiet findet sich das größte sächsische Wildvorkommen der kleinen Frühlingsboten. Begünstigt wurde dieses Vorkommen durch die vorherrschende Bodenfeuchte sowie durch die regelmäßig späte Wiesenmahd der ansässigen Bauern Ende Juni. Auch heute ist eine regelmäßige Bewirtschaftung des Gebietes (ein- bis zweimal jährliches Mähen der Wiesen, beginnend Ende Juni) für den Erhalt der Märzenbächerwiesen unerlässlich.
Weitere Etappen im Naturschutz:
- 1938 Ausweisung des Naturschutzgebietes Bastei (785 ha)
- 1940 Ausweisung des Naturschutzgebietes Polenztal (891 ha)
- 1956 Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Sächsische Schweiz – 36.800 ha.
- 1983 Verhaltensordnung für das LSG Sächsische Schweiz
Quelle: Nationalpark Sächsische Schweiz
Nationalpark Sächsische Schweiz
Am 12. September 1990 wurde der Nationalpark ausgewiesen. Mit einer Fläche von 93,5 km², einem Waldanteil von 92% und 400 km Wanderwegen besteht folgende Untergliederung:
In der Ruhezone (oder auch Ruhebereich) bleibt die Natur gänzlich ohne menschlich lenkende Eingriffe sich selbst überlassen. Innerhalb von 30 Jahren soll diese Zone von derzeit knapp 38% auf 75% erweitert werden. Innerhalb dieses Bereiches befindet sich mit ca. 23% die Kernzone. Sie umfasst die sensibelsten Bereiche des Nationalparks. Hier gelten strengste Schutz- und Verhaltensvorschriften – das Betreten ist nur auf markierten Wegen erlaubt, jegliche Veränderung ist untersagt.
Die Entwicklungszone beinhaltet Flächen, die vom Menschen stärker beeinflusst wurde. Hier kommt es innerhalb von 30 Jahren zu einer Stabilisierung des Waldbestandes mit heimischen Baumarten. Danach werden die Flächen entweder der Ruhezone zugeordnet oder der Pflegezone. Diese Zone bedarf der Pflege, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und liegt meist an den Rändern des Nationalparks.
Zwei Naturschutzgebiete befinden sich in der Nationalpark-Region: das NSG Wesenitzhang Zatschke und das NSG Pfaffenstein. Landschaften, in denen bedrohte Tier- oder Pflanzenarten leben oder die eine wertvolle Naturausstattung besitzen, werden als Naturschutzgebiet geschützt. Als Naturdenkmale werden dagegen außergewöhnliche Einzelgebilde geschützt. In der Sächsischen Schweiz finden sich 23 Naturdenkmale (z.B. die Winterlinde zwischen Lohmen und Doberzeit und die Kastanienallee bei Lohmen). Außerdem sind noch 52 Flächennaturdenkmale unter Schutz gestellt (z.B. das Labyrinth Langenhennersdorf und das Kachemoor Markersbach). Als Flächennaturdenkmal werden kleinere Gebiete bis zu 5 ha bezeichnet, die einzelne Strukturen wie Feuchtwiesen oder Moore schützen.
Naturschutz kennt keine Grenzen
Für einen umfassenden Schutz ist eine grenzüberschreitende Kooperation mit dem seit 10 Jahren bestehenden Nationalpark Böhmische Schweiz unabdingbar. Die gemeinsame Abstimmung der Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen verfolgt das Ziel einer einheitlichen Entwicklung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz als geschützte Natur- und Kulturlandschaft.
16. Juli 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz |
Hinterhermsdorf staatlich anerkannter Erholungsort
Erholung pur in Hinterhermsdorf. Der Gemeindeteil der Stadt Sebnitz im Nationalpark Sächsische Schweiz konnte im Anerkennungsverfahren nach dem Sächsischen Kurortegesetz überzeugen und ist jetzt „Staatlich anerkannter Erholungsort“.
„Wer nach Hinterhermsdorf kommt, kann wandern, Rad und Kahn fahren und viele Angebote rund ums ganze Jahr nutzen“, so Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). „Ich bin überzeugt, mit der staatlichen Anerkennung, dem gemeinsamen Engagement von Verwaltung, Hotellerie und Gastronomie sowie aller Bürger wird Hinterhermsdorf noch mehr Gäste für sich gewinnen können.“
Hinterhermsdorf selbst ist ein sehenswerter Ort mit guter Infrastruktur, ausgezeichneten Informationsmöglichkeiten für die Gäste, zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten. Zudem ist der Ort Ausgangspunkt für viele Ziele in der Sächsischen Schweiz. Besonders bekannt ist die Obere Schleuse, die zu Kahnfahrten einlädt. Auf Familien zugeschnitten ist das gemeinsame Angebot der Forstverwaltung und der Nationalparkverwaltung in der „Waldhusche“. Der Wanderweg dorthin bietet Kindern vielfältige Möglichkeiten den Wald und seine Bewohner auf spielerische Weise besser kennenzulernen.
Zunehmend entdecken auch Gäste aus dem benachbarten Tschechien den Ort und seine Umgebung für sich.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 11.07.2010
12. Juli 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz |
Ulbersdorf in der Sächsischen Schweiz feiert
Am Märchenturm steigt das Märchenfest
Ulbersdorf feiert am Samstag, dem 10. Juli, ab 14.00 Uhr Märchenfest am Märchenturm
Es war einmal ein alter Trafoturm, der stand mitten im malerischen Dorf Ulbersdorf in der Sächsischen Schweiz. Doch leider brauchte ihn in der modernen Zeit niemand mehr und er sah auch nicht mehr hübsch aus. Da bemalten die fleißigen Bürger aus Ulbersdorf, einem Ortsteil der Burgstadt Hohnstein, den Turm mit bunten Märchenbildern und machten ihn zum Zentrum der Kinder im Dorf. Zum Jahrestag der Umgestaltung feiert Ulbersdorf am Samstag, dem 10. Juli 2010, ab 14.00 Uhr am Märchenturm ein prachtvolles Märchenfest für Groß und Klein aus nah und fern.
Der wunderschöne Märchenturm ist eine Attraktion für Hohnstein, nicht nur zum Märchenfest: „Das Projekt Turmsanierung hatte den ersten Preis im Ideen- und Realisierungswettbewerb des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft gewonnen. Der Turm wurde daraufhin dank viel Eigenleistung und durch finanzielle Unterstützung zahlreicher Spender, durch EU-Mittel aus der Dorfentwicklung sowie durch das Staatliche Amt für Ländliche Entwicklung Kamenz saniert“, erläutert Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade. Neben den prachtvollen Märchenbildern besitzt der Turm seitdem einen Vorleseraum, Ausstellungsböden und eine Sanitäranlage. Am 10. Juli 2005 wurde der Märchenturm mit dem ersten Märchenfest feierlich eingeweiht, bot seitdem Kindern schon viele schöne Stunden.
Zum sechsten „Fest der Märchen in der Sächsischen Schweiz“ sind am Sonnabend ab 14.00 Uhr Bastelaktionen mit bekannten Märchenfiguren geplant: „Die Kinder werden zu Märchenfiguren geschminkt, die besten Figuren erhalten tolle Preise“, erläutert Brade. Um 14.30 Uhr gibt es Zauberhaftes für Kinder und Erwachsene mit dem „Zauberhorst“ und für 15.00 Uhr wird das Märchenspiel „Rotkäppchen“ aufgeführt. In den Abendstunden der Feier bildet der Auftritt der Linedancegruppe Sebnitz ein weiteres Highlight. „Ich bin stolz, dass das Projekt Märchenturm gelebt wird und Früchte trägt. Mit dem Thema Märchen besitzen die Ulbersdorfer eine Attraktion, die Einwohnern, Gästen, egal ob jung oder alt, Freude bereitet“, so Brade. Das Fest wird vom Verein Märchenturm Ulbersdorf e.V. in Zusammenarbeit mit dem DRK – Kinder- und Jugendhaus „Schollheim“, dem DRK Kreisverband Sebnitz sowie dem Sebnitzer Kinder- und Jugendverein durchgeführt.
Pressemitteilung Stadt Hohnstein, 7.7.2010
07. Juli 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz |
Umweltministerkonferenz in Bad Schandau
Zukunftsfähiges Energiekonzept und nachhaltiger Hochwasserschutz
Die Umweltminister von Bund und Länder haben heute in Bad Schandau (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) eine gemeinsame Position für ein zukunftsfähiges Energiekonzept und nachhaltigen Hochwasserschutz beschlossen. Außerdem waren der Klima- und Lärmschutz sowie der Ausbau der Elektromobilität zentrale Themen auf der Umweltministerkonferenz (UMK), die vom 9. bis 11. Juni in Bad Schandau stattfand. Der Freistaat Sachsen hat in diesem Jahr den Vorsitz der UMK.
Die Umweltministerinnen, -minister, -senatorinnen und der -senator einigten sich auf folgende Festlegungen:
Ein effektiver Klimaschutz ist nur im Rahmen eines ausgewogenen Konzeptes einer zukunftsfähigen Energieversorgung denkbar. Die UMK war sich daher einig, dass es dringend erforderlich ist, dem globalen Klimawandel mit langfristigen Perspektiven und verlässlichen Leitlinien für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu begegnen. Die Länderminister drängten darauf, dass der Bund noch im Juli dieses Jahres zeitnah in die beabsichtigte Vorlage der Eckpunkte des Energiekonzeptes einbezieht, da eine Umsetzung ohne die Länder nicht erfolgen kann. Ziel sollte sein, bis 2050 eine weitgehend CO2-freie Energieversorgung zu ermöglichen. Hierbei spielen nach Auffassung der UMK die Energieeinsparung und der Ausbau Erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle.
Die UMK hat sich für die Freigabe der Mittel für die Fortsetzung des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien eingesetzt. Ebenso hat sie die Bedeutung der KWK-Förderung, insbesondere der Klein-KWK, betont.
Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig vorsorgender Hochwasserschutz auch in Zukunft ist. Die UMK fordert den Bund deshalb auf, sich gegenüber der EU weiter intensiv für die Förderung von Hochwasserschutzmaßnahmen einzusetzen. Der Schwerpunkt der Förderung sollten Programme zur Bekämpfung aktueller Gefährdungen und vorbeugende Anpassungsmaßnahmen für voraussichtliche Folgen des Klimawandels sein.
Auch über die aktuellen Hochwasserereignisse wurde berichtet.
Der Freistaat Sachsen hat nach der Jahrhundertflut 2002 rund 350 Millionen Euro in mehr als 1 600 Einzelmaßnahmen investiert. Bis 2015 sollen insgesamt eine Milliarde Euro in den sächsischen Hochwasserschutz fließen.
Auch für den Bereich der Lärmsanierung an kommunalen Straßen sieht die UMK weiter Handlungsbedarf. Bisher wurden im Rahmen des Konjunkturpakets II rund 21 Millionen Euro für diesen Bereich verausgabt. Insgesamt liegen derzeit Anträge mit einer Investitionssumme in Höhe von 151 Millionen Euro vor. Die Umweltminister bekräftigen die Notwendigkeit der Fortsetzung des ursprünglich vereinbarten Weges der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen zur Lärmsanierung an kommunalen Straßen. Hier hatte es eine Absprache für eine jeweilige Drittelfinanzierung gegeben.
Große Potenziale zur Verbesserung des Klimaschutzes sieht die UMK in der Elektromobilität. Sie hält es daher für erforderlich, dass die Bundesregierung ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich über das Jahr 2011 fortsetzt. Um die Potenziale ganz nutzen zu können ist der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien zwingend erforderlich. Um die Bereitschaft zu erhöhen, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen müssen jedoch verschiedene Anreize für potenzielle Käufer geschaffen werden.
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 11.06.2010
11. Juni 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz |
Programm zum Pirnaer Stadtfest 2010
777-Jahrfeier mit viel Neuem aber auch Altbewährtem
Unter der Regie der Geschäftsführerin, Frau Gabriele Löwe-Kamella, bietet das diesjährige Stadtfest besondere Highlights: „777 ist eine Schnapszahl, die etwas Besonderes bedeutet und dem wollen wir gerecht werden.“
Am Freitag eröffnet der Oberbürgermeister der Stadt Pirna, Klaus-Peter Hanke, um 18 Uhr offiziell das Pirnaer Stadtfest auf der Marktbühne. Am Abend wird das historische Theaterspiel „Der Retter“ aufgeführt, eine zweite Aufführung gibt es am Sonntag, 11 Uhr.
Der Markt wird am Samstagabend Ort für ein ganz besonderes Event sein. Mit Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden lädt der Veranstalter, die Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, zur JUMP-Party ein. Die Bands Stanfour, Ohrbooten, Jenix und Maradona werden den Marktplatz in eine große Tanzfläche verwandeln. Die Gruppe Stanfour ist aus den deutschen Albumcharts mit ihrem Titel „Wishing you well“ bekannt. Am Freitag kann ebenfalls getanzt und gefeiert werden – zu Schlagermusik und Oldies. Stargast der Schlagernacht ist Uwe Jensen. Begleitet wird er von Ines Adler. Im Anschluss heizt dem Publikum die Pirnaer Band Formant ein.
Die Lange Straße, der Zollhof, Obere und Niedere Burgstraße bieten Live-Musik und ein buntes Programm. Um die Marienkirche präsentieren sich Handwerker und Vereine am Samstag. Im Klosterhof erwartet die Besucher der traditionelle Handwerkermarkt. Die Open Air Lounge@WGP wartet mit namhaften DJs am Freitag und Samstag auf. Zu elektronischer Musik kann hier gechillt und gefeiert werden. Die Freiwillige Feuerwehr bietet den ganzen Tag auf den Elbwiesen und dem Elbeparkplatz ein vielfältiges Programm in Zusammenarbeit mit dem THW und der DLRG. Sportfans kommen beim traditionellen Beachvolleyballturnier und dem beliebten Drachenbootrennen auf ihre Kosten.
Auch die Kinder kommen nicht zu kurz. Vielfältige Möglichkeiten, wie Kinderschminken, Bastelecken und Spielmobile stehen unseren Kleinsten zur Verfügung. Gezündet wird auch wieder ein Feuerwerk, am Samstag gegen 23 Uhr.
Nachdem der Stadtfestumzug im letzten Jahr ausgefallen ist, kann sich im Jubiläumsjahr gefreut werden – es gibt wieder einen Umzug! Dieser führt von der Gartenstraße über die Grohmannstraße und Am Zwinger, zum Markt, weiter über die Schloßstrasse und endet auf der Oberen Burgstraße.
Autor: Franziska Kummer, Öffentlichkeitsarbeit
03. Juni 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz |
Jubiläum 20 Jahre Nationalpark Sächsische Schweiz
… und 10 Jahre Nationalpark Böhmische Schweiz – Bewahren und Gestalten
Unter dem Motto „Natur-Kultur-Mensch“ haben heute (28. Mai 2010) die Umweltministerin der Tschechischen Republik, Rut Bízková, und Sachsens Umweltminister Frank Kupfer in Bad Schandau die Festwoche zum Jubiläum 20 Jahre Nationalpark Sächsische Schweiz und zehn Jahre Nationalpark Böhmische Schweiz eröffnet. „Zwei Großschutzgebiete in zwei Ländern, aber einer Landschaft – dem Elbsandsteingebirge – feiern gemeinsam Geburtstag. Dies ist für mich mehr als nur ein ermutigendes Zeichen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Naturschutz und Tourismus leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem weiter zusammenwachsenden Europa und zur Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern“, betonte Minister Kupfer. Er würdigte zudem den Beitrag des Nationalparks Sächsische Schweiz zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Regionalentwicklung.
„Besonders artenreiche Waldlebensräume für Spechte, Eulen, Fledermäuse und einige Urwald-Reliktarten sowie die Kirnitzsch als ökologisch besonders wertvolles Fließgewässer sind exemplarische Beispiele für die Biodiversität in der Nationalparkregion“, hob Kupfer hervor. 40 Prozent der in Sachsen noch vorhandenen Altbäume der vom Aussterben bedrohten Weißtanne befänden sich zudem im Nationalpark.
Neben dem Schutz der Waldlebensräume und der Felsen dient der Nationalpark durch Angebote im Bereich Erholung, Information und naturkundliche Bildung auch der nachhaltigen Regionalentwicklung und Strukturverbesserung. Allein für die Instandhaltung der touristischen Infrastruktur hat der Freistaat Sachsen in den letzten zehn Jahren fünf Millionen Euro eingesetzt.
Hintergrundinformationen:
Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist ein unmittelbares „Kind“ der Zeit vor der Wiedervereinigung. Mit ihrem letzten Beschluss gelang der ersten frei gewählten Regierung der DDR am 12. September 1990 die Festsetzung von fünf Nationalparken, sechs Biosphärenreservaten und drei Naturparken – darunter war auch der Nationalpark Sächsische Schweiz.
Mit einem Bewaldungsgrad von 93 Prozent ist der Nationalpark Sächsische Schweiz nicht nur felsen-, sondern zugleich auch waldreich. Vorrangiger Schutzzweck neben der Erhaltung der Felslandschaft ist die großflächige Sicherung eines weitgehend ungestörten Wirkens der Naturprozesse ohne nutzende und lenkende Eingriffe. Aufgrund der bisherigen Landnutzungsgeschichte lässt sich dies in der Sächsischen Schweiz allerdings nur schrittweise verwirklichen. Nach fast zwei Jahrzehnten waldbaulicher Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen konnten 2008 weitere 1 500 Hektar landeseigene Waldbestände einer weitgehend natürlichen Entwicklung überlassen werden. 54 Prozent beträgt der Anteil der Flächen, in denen sich die Natur von menschlichen Eingriffen ungestört entwickeln kann. Damit erfüllt der Nationalpark Sächsische Schweiz nunmehr die Anforderungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz.
Der Nationalpark dient neben dem ganzheitlichen Schutz der Natur auch der Erholung und dem Naturerlebnis von jährlich mehr als zwei Millionen Besuchern. Mit 400 km markierten Wanderwegen, 50 km Radrouten, 755 anerkannten Klettergipfeln mit fast 13.000 verschiedenen Kletterwegen und einer Vielzahl von Aussichtspunkten bestehen dafür im Nationalpark Sächsische Schweiz sehr gute Voraussetzungen. Die Wege- als auch die Bergsportkonzeption wurden im Einvernehmen zwischen Nationalparkverwaltung, Kommunen sowie Verbänden und Vereinen erarbeitet und umgesetzt.
Als zentrale Informations- und Bildungsstätte dient das Nationalparkhaus in Bad Schandau. Ergänzung findet es durch mittlerweile sechs Informationsstellen im Gelände. Wildnisprogramme für Kinder und Jugendliche, Wanderangebote mit zertifizierten Führern sowie die Betreuung der Besucher durch Mitarbeiter der Nationalpark-Wacht ergänzen diese Angebote.
Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz ist eine Organisationseinheit des Staatsbetriebes Sachsenforst. Mit den Aufgaben eines Amtes für Großschutzgebiete ist Sachsenforst für die Nationalparkregion Sächsische Schweiz, das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und Sachsens größte Naturschutzgebiete „Königsbrücker Heide“ sowie „Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain“ zuständig.
Festprogramm 20 Jahre Nationalpark – http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/39956
Mehr Informationen zum Nationalpark Sächsische Schweiz | http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 28.05.2010
Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz – Kneipp Kurort mit Tradition
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Mai-Juni 2007
Als einen „Kraft- und Prachtplatz der Natur“ betitelte schon der Schriftsteller Theodor Körner das inmitten des Elbsandsteingebir ges gelegene Städtchen Bad Schandau. Er weilte hier zur Kur im Jahre 1806 und war von der herrlichen Natur begeistert.
Die beschauliche “Metropole” der Sächsischen Schweiz wurde als Sandau 1430 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bewohner verdingten sich größtenteils als Elbschiffer, woran noch heute das Stadtwappen erinnert. Es trägt in seiner Mitte ein Segelschiff und stif tete manche Verwirrung. Erwartet man sol cherlei Symbole doch eher in Wappen von Hansestädten und nicht bei einer Stadt, die inmitten eines Gebirges liegt. Das reichlich vorhandene Holz wurde ab-, Getreide an gebaut und beides elbwärts nach Böhmen oder Sachsen verschifft. Schandau erreichte so als Elbhandelsplatz Bedeutung.
Als heilsame Quellen entdeckt wurden, ent stand das erste Badehaus und der Ort entwickelte sich rasant zu einem Anziehungspunkt für Touristen. Hier traf man sich, aus böhmischen Kurorten kommend, zur sogenannten „Nachkur“. Seit 1920 trägt Schandau die Bezeichnung „Bad“ im Namen und wurde 1936 zum Kneippkurort ernannt. Bereits zu Kneipps Lebzeiten bestand hier eine Kuranstalt, die nach seinen Maßstäben behandelte.
Während des Hochwassers von 2002 wurde Bad Schandau besonders in Mitleidenschaft gezogen. Dem unverzagten Willen der Bewohner ist es zu verdanken, dass heute von den Schäden kaum noch etwas zu sehen ist. Nur die Wasserstandsmarken an einer Vielzahl von Häusern versetzen den Besucher in ungläubiges Staunen.
Heute ist Bad Schandau als ältester Kneippkurort Sachsens bekannt. Zahlreiche Kur- und Wellness-Einrichtungen prägen das Wesen der Stadt. Bei Touristen sowie Kletterfans ist sie außerdem als Ausgangsort für viele wunderschöne Wanderungen und Klettertouren in die hintere Sächsische Schweiz beliebt und lädt mit Cafés, Restaurants und Geschäften zum Stadtbummel ein. Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas zu entdecken. Erholung und pure Entspannung stellen sich beim Besucher fast automatisch ein.
Der elektrische Personenaufzug in Ostrau – Bad Schandau
… wurde 1904 auf Initiative des Hoteliers Rudolf Sendig errichtet und verbindet Bad Schandau mit dem Ortsteil Ostrau. Besucher gelangen so auf ein zauberhaftes Plateau – die sogenannte „Ostrauer Scheibe“ – von dem man den traumhaften Blick über das Elbtal und die Sächsische Schweiz genießen kann. Der Aufzug ist 50 m hoch und seit 1954 als technisches Denkmal geschützt.
Im Dezember 1997 wurde er als größte Kerze der Welt ins „Guinessbuch der Rekorde“ eingetragen.
Die St. Johanneskirche- Stadtkirche Bad Schandau
Der imposante spätgotische Bau mit achteckigem Turm befindet sich direkt am Marktplatz von Bad Schandau. Der Renaissancealtar wurde aus heimischem Sandstein, belgischem Marmor und Ziersteinen aus Sachsen errichtet. Er stand einst in der Dresdner Kreuzkirche, bis er im Jahr 1927 nach Bad Schandau kam.
Der Pflanzengarten
… wurde 1902 als erster regionalbotanischer Garten Sachsens eröffnet und befindet sich oberhalb der Kirnitzschtalbahn – Haltestelle „Ostrauer Brücke“. Er beherbergt heute rund 1000 Pflanzenarten aus ganz Mitteleuropa, wobei besonderes Augenmerk auf Heil- und stark gefährdete Pflanzen der Heimat gelegt wird.
12. Mai 2010 - Veröffentlicht in: Sächsische Schweiz | 1 Kommentar »
Erneuerung der B 172 zwischen Dresden-Lockwitz und Stadtgrenze Heidenau
Von Mai bis September Umleitung stadteinwärts
Am 3. Mai beginnen Bauarbeiten zur Erneuerung der B 172 zwischen Dresden-Lockwitz und der Stadtgrenze Heidenau. Der 1,3 Kilometer lange Abschnitt der Dohnaer Straße ab der Straße Am Viertelacker bis zum Ortsausgang Dresden erhält bis Ende September eine neue Asphaltdecke. Der alte Straßenbelag ist abgenutzt. Zuvor kommen verschiedene Ver- und Entsorgungsleitungen in den Boden. Außerdem werden die Straßenentwässerungsanlagen ersetzt. Gehwege und Beleuchtung hingegen bleiben unverändert. Auch der Autobahnzubringer bis Alte Landstraße gehört nicht zum Leistungsumfang.
Während der gesamten fünfmonatigen Bauzeit ist eine Umleitung für den Verkehr stadteinwärts wirk-sam. Sie führt über die Lugaer Straße, Prof.-Billroth-Straße, Heidenauer Straße, Bahnhofstraße und Lockwitztalstraße. Stadtauswärts rollt der Verkehr über die B 172 an der Baustelle vorbei. Während der konkreten Arbeiten an der Kreuzung Dohnaer Straße/Kleinlugaer Straße ist vorübergehend eine Ampelregelung vorgesehen. Die Grundstücke entlang der Dohnaer Straße bleiben ständig zugängig, ihre Zufahrt ist teilweise eingeschränkt.
Das Dresdner Straßen- und Tiefbauamt beauftragte die Firma Eurovia. Es fallen Kosten in Höhe von 920 000 Euro an.
Newsletter der Landeshauptstadt Dresden, 30.04.2010
30. April 2010 - Veröffentlicht in: In Dresden, Sächsische Schweiz |
Kurort Rathen im Elbsandsteingebirge
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Juli-August 2008
„… als hätten da die Engel im Sande gespielt…“
schrieb Heinrich von Kleist 1801 schwärmerisch über die faszinierende Natur der Sächsischen Schweiz.
Inmitten dieser wildromantischen, zerklüfteten Felsenlandschaft, der weitbekannten Bastei direkt zu Füßen, liegt der Luftkurort Rathen.
Nur knapp 500 Einwohner zählt der beschauliche Ort. Verkehrsberuhigte Straßen mit Land- und Fachwerkhäusern vermitteln das Flair eines würdevollen Kurortes, in den sich Gäste nach ausgedehnten Wanderungen im Gebirge entspannt zurück ziehen können. Fernab von Autolärm und Hektik fi nden gestresste Städter hier Natur, Ruhe und Erholung. Eine historische und denkmalgeschützte Gierseilfähre verbindet die beiden Ortsteile Oberrathen und Niederrathen.
Aufgrund seiner zentralen Lage im Nationalpark Sächsische Schweiz ist er als Ausgangspunkt für Wander- oder Klettertouren sehr beliebt.
Die Klangterrasse
… ist ein Fest für die Sinne. Rings um diese, direkt an der Elbe gelegene Terrasse, stehen Lautsprechersäulen. Im 8-Kanalton arrangieren sich so Kompositionen einheimischer Künstler zu einem einzigartigen Klangerlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst. Verändert man seine Position auf der Terrasse, ändern sich automatisch Lautstärke und Klang. Probieren Sie es selbst aus. Sie werden begeistert sein. Mit Blick auf die zerklüfteten Sandsteinfelsen und die beschaulich dahinfließende Elbe heißt es: Einfach genießen!
Der Lichterbrunnen
Ein weiteres Highlight ist der 2003 – 2004 erbaute Lichterbrunnen am Kurplatz. Im Rhythmus sanfter Musik bewegt sich das Wasserspiel und farbiges Licht zaubert immer neue Reflexe. Dieses Zusammenspiel ist pure Wellness für die Seele.
Amselsee und Amselfall
Ca. 500 m lang ist er, der 1934 durch Stauung des Grünbaches entstandene Amselsee. Früher züchtete man hier Fische und nutzte den See für die Eisgewinnung. In den 60iger Jahren des 20. Jahrhundert entschied man sich, den See aufgrund seiner fantastischen Lage für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Heute kann man den Amselsee mit dem Ruderoot erkunden und die Umgebung so einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Rings umher sind Sandsteinfelsen wie beispielsweise die Lokomotive, der Mönch, der Bienenkorb und das Lamm zu sehen. Auch zu Fuß kann der See umrundet werden.
Etwa 10 Minuten bergan gewandert, erreicht man den Amselfall. Gegen Zahlung einiger Cent ergießt sich angestautes Wasser des Grünbaches in einem großen Schwall über die moosbewachsenen Felsen. Die Nationalparkverwaltung unterhält hier eine Informationsstelle, in der Kindern auf spielerische und fantasievolle Weise die Natur der Sächsischen Schweiz näher gebracht wird. Besucher erhalten umfassende Informationen zur geschützten Landschaft.
Die Felsenbühne Rathen
Auf dem Weg von Rathen zum Amselsee kreuzt man den Eingang der 1936 eröffneten Felsenbühne. Als „schönstes Naturtheater von Europa“ wird sie betitelt. In einmaliger Kulisse genießen die Besucher neben „Freischütz“, „Winnetou“ und „Hänsel und Gretel“ viele andere Aufführungen der Landesbühnen Sachsen.
Kleiner Geschichtsabriss
1261 wurde Rathen erstmals urkundlich erwähnt. Die Bewohner verdienten als Schiffer, Steinbrecher und Fischer ihren Lebensunterhalt. Zwei Burgen besaß der Ort – Altrathen und Neurathen.
In den Mauern der auf einem Felssockel hoch über der Elbe thronenden Burg Altrathen befindet sich heute ein Hotel/eine Pension mit Erlebnisgastronomie. Die Reste der Felsenburg Neurathen sind höher gelegen und dienten der Wehlener und Rathener Bevölkerung in mancher Krisenzeit als Schutz. So beispielsweise während des Nordischen Krieges, wie eine Inschrift von Christopf Hase – 1706 – belegt: „WAR TER SWETE IN LANTE ES KUSTETE VIL GELT.“
Als Besitzer der Burgen sind verschiedene, meist böhmische, Rittergeschlechter gekannt. Der letzte Ritter von Rathen – Hans von der Oelsnitz – fiel bei den Landesfürsten – 69 belagert wurde. 1469 wurden die Burgen schließlich zerstört.
Nach umfangreichen Rekonstruktionen gab man die Burganlage Neurathen im Jahr 1984 für Besichtigungen frei. Das gesamte Areal ist als Kulturdenkmal geschützt. Bis in das 20. Jahrhundert hinein waren Schifffahrt und Steinbrucharbeit als Wirtschaftszweige von wesentlicher Bedeutung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam auch der Tourismus hinzu. Seit 1936 ist Rathen ein Kurort.
Die Bastei
Wegen des herrlichen Ausblicks auf alle wichtigen Punkte der vorderen Sächsischen Schweiz ist die Bastei das wohl beliebteste Touristenziel der Umgebung. Etwa 200 m ragt der Aussichtsfelsen – der eigentliche Inbegriff der Bastei – steil über der Elbe empor. Bereits 1938 wurde das sogenannte „Basteigebiet“ mit ca. 785 ha unter Naturschutz gestellt.
Königstein, Lilienstein, Pfaffenstein, die sanften Bögen der Elbe… die gesamten Reize der Landschaft erschließen sich auf einem Blick und regten zahlreiche Dichter und Maler zu Schwärmereien an.
01. März 2010 - Veröffentlicht in: Am Elberadweg, Sächsische Schweiz |

