Schuleinführung 2010 in Sachsen

Für einen guten Start in die 1. Klasse: Tipps für Eltern

Am 7. August 2010 ist es soweit: 31.500 Erstklässer erhalten ihre Zuckertüte. Zwei Tage später beginnt für die Mädchen und Jungen der Unterricht und damit ein neuer Lebensabschnitt. Kultusminister Roland Wöller machte heute schon darauf aufmerksam, dass “das Lernen bereits vor den ersten Schulstunden beginnt” und gab den Schülern und Eltern wichtige Tipps für einen guten Start. Es sei wichtig, die auf diesen Tag vorzubereiten und den neuen Rhythmus des Schulalltags bereits während der Ferienzeit zu beginnen. “Lange vor der Einschulung können Eltern mit ihren Kindern den Schulweg abgehen, Hefte kaufen, den Schreibtisch für die Hausaufgaben einrichten oder die Abläufe des Schulalltags gemeinsam spielerisch durchgehen”, regte Wöller an. Diese ganz einfachen Dinge helfen den Kindern den neuen Lebensabschnitt leichter zu meistern. “Das gibt den Schulanfängern Sicherheit, Selbstvertrauen und vor allem zusätzliche Zeit, die sie für das Lernen benötigen”, erklärte der Minister.

Die wichtigste Grundlage für einen positiven Einstieg in die erste Klasse sei das Vertrauen und die Zuversicht, die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können. “Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Dies gilt es zu bewahren und zu stärken”, riet der Minister. sollte nicht mit Angst behaftet werden. “Sprüche wie ‘Jetzt beginnt der Ernst des Lebens’ oder ‘Von nun an weht ein anderer Wind – die Zeit des Spielens ist vorbei’ sind nicht hilfreich und setzen die Kinder unnötig unter Stress”, so Wöller. Eltern, aber auch ältere Geschwister und Verwandte sollten dem Kind Mut machen. Ein einfacher Zuspruch oder eine Bestätigung motivieren und fördern die Lust am Lernen. Auch die Eltern selbst sollten sich nicht unter Druck setzen, sondern entspannt mit der neuen Situation umgehen. “Die Ruhe und Gelassenheit wird sich auch auf die Kinder übertragen”, versicherte Wöller.

Weitere Tipps:

1. Zuckertüte

Die Zucktüte sollte eine Zuckertüte bleiben und die Schuleinführung versüßen. Das fördert die Lust und Freude am Lernen. In jede Schultüte gehört aber auch geistige Nahrung, z. B. ein Buch. Lesen macht schlau und öffnet die Tür zu einer erfolgreichen Schullaufbahn. Die Vorfreude auf den Unterricht kann ebenso durch nützliche Dinge, wie zusätzliche Füller, Stifte, Werkenschürze, Farbkasten oder Sportsachen gesteigert werden.

2. Schulranzen

Hier ist das Motto: “Nicht alles was glänzt ist Gold” sehr wichtig. Neben schönen Formen und bunten Farben muss beim Schulranzen vor allem auf den Komfort geachtet werden. Wenig Eigengewicht, ein vorgeformter Rücken, eine gute Polsterung und gut sichtbare Reflektoren sollten beim Kauf unbedingt eine Rolle spielen.

3. Schulweg

Vor der offiziellen Einschulung sollte auf dem Stundenplan von Eltern und Kindern das gemeinsame Abgehen des Schulweges stehen. Es ist vor allem wichtig, den Schulweg unter realen Bedingungen kennenzulernen. D. h., zu normalen Schulwegzeiten und nicht am Wochenende. Die Verkehrserziehung erhält auch im Unterricht der Grundschule einen wichtigen Stellenwert. In Zusammenarbeit mit der Polizei wird zum Beispiel auch eine Fahrradausbildung in der Grundschulzeit angeboten. Fächerübergreifend und speziell im Fach “Sachunterricht” werden in den Klassenstufen eins bis vier die Verkehrsregeln vermittelt.

4. Gesundheit

Wichtig ist auch, in den letzten Tagen vor dem Schulbeginn auf den möglicherweise neuen Tages- und Schlafrhythmus umzustellen. Ausreichend Schlaf verhindert Müdigkeit und Konzentrationsdefizite. Der Tag eines Schulanfängers sollte ruhig beginnen und ohne Hektik ablaufen. Es empfiehlt sich, den Ranzen gemeinsam am Vortag zu packen. Ein gesundes nahrhaftes Frühstück Zuhause sowie das schmackhafte Pausenbrot mit Obst, Gemüse und ausreichend Getränke sind eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes, erfolgreiches Lernen. Um den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, sollte neben den Hausaufgaben auch weiterhin auf viel Bewegung im Freien geachtet werden. Sinnvoll ist auch die Mitgliedschaft in einem Sportverein.

5. Belohnung und Motivation

Die Vorbereitungen auf den ersten Schultag sollten trotz aller Tipps nicht übertrieben werden und in Stress ausarten – es gilt, ein gesundes Maß zu halten. Vom ersten Tag an sollten die Eltern viel Interesse an den schulischen Abläufen zeigen und sich in Geduld üben, wenn nicht alles gleich klappt. Auch über kleine Lernerfolge kann man sich gemeinsam freuen. Hin und wieder sind kleine Belohnungen hilfreich, um die Lernmotivation zu stärken.

Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport, 23.07.2010