Tillich setzt Soforthilfe für Tornado-Opfer in Sachsen durch

Dresden (1. Juni 2010) – Rasche Hilfe für die Opfer des Sturms am Pfingstmontag: Nur gut eine Woche danach vereinfacht und erweitert die Sächsische Staatsregierung ihre Programme, die zur Schadensregulierung eingesetzt werden können. Damit ist eine schnelle und flexible Unterstützung aller Betroffenen gewährleistet.

Darunter ist ein Darlehensprogramm, das als Überbrückungshilfe ausgestaltet wird. Mit 3,5 Millionen Euro Zinszuschuss können damit rund 70 Millionen Euro Überbrückungsdarlehen für Privatleute, Unternehmen und Kommunen finanziert werden. Ferner sieht das Hilfspaket auch eine so genannte Auffangrichtlinie im Volumen von zwei Millionen Euro für jene Fälle vor, die nicht von Fachförderprogrammen abgedeckt werden.

Das Hilfspaket steht auf mehreren Säulen: Zum einen legt das Sächsische Innenministerium (SMI) über die Sächsische Aufbaubank () das Sonderdarlehensprogramm mit verbilligten Krediten für die Geschädigten auf. Das Programm dient als Überbrückungshilfe und hat eine Laufzeit von maximal 18 Monaten. Zum anderen legt das SMI ebenfalls über die ein zinsverbilligtes Kommunaldarlehensprogramm auf. Damit werden Gemeinden und Landkreise bei der Beseitigung der Schäden unterstützt.

Außerdem hat die Regierung mit Staatssekretär Michael Wilhelm einen Sonderbeauftragten ernannt, der die Beseitigung der Schäden koordinieren wird.

Stanislaw Tillich, der die am Dienstag im Kabinett beschlossene Hilfe durchsetzte, hat sich außerdem einen persönlichen Eindruck von den Schäden des Pfingststurmes und des Tornados verschafft.

Der Ministerpräsident besuchte am Berichtstag die Region zwischen Torgau und Großenhain. Dort rissen Tornado und Sturm nicht nur rund 80 Kubikmeter Holz um, sondern hinterließen zudem in einigen Ortschaften eine Schneise der Verwüstung. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer und Innenminister Markus Ulbig, die schon in der vergangenen Woche vor Ort waren, haben den Ministerpräsidenten bereits über ihre Eindrücke und die Aufräumarbeiten unterrichtet.

„Ich wollte mir persönlich ein Bild über die Verwüstung verschaffen, die diese Menschen so unvermutet getroffen hat“, erklärte Tillich. Die Staatsregierung lasse die vom Unwetter Geschädigten nicht in ihrem Leid und mit ihren Problemen alleine, ergänzte der Ministerpräsident und sicherte ihnen die Solidarität und die Unterstützung des Freistaates zu.

Pressemitteilung Sächsische Staatsregierung, 01.06.2010