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„Wirtschaftswunderland“ titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ auf Seite 1 zugleich mit dem Hinweis, dass im letzten Quartal das höchste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung erzielt worden sei. Das Ausland neidet Deutschland das Wirtschaftswachstum, und selbst der DAX hat sich seit den Höchstkursen vorletzte Woche bei ca. 6.380 bis nahe 6.100 wieder nach unten verabschiedet. Ähnlich sieht es im EuroStoxx-Bereich der größten Unternehmen Europas aus. Woran liegt es?

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Die Medien blasen Trübsal, die Wirtschaftsdaten aber sehen gar nicht schlecht aus:
Die Konsensschätzungen der Analysten sagen für das Jahr 2010 ein durchschnittliches Gewinnwachstum für Europa von rund 41% voraus, für Asien 48% und für Nordamerika 35%. Die Ertragszuwächse im nächsten Jahr sollen für 2011 bei immerhin 20% und für 2012 (relativ weit weg) bei 13% liegen. Für uns entscheidend sind die Aussichten für 2011. Die Aktien-Indizes haben jedoch dem gegenüber verloren (Dow Jones Industrial – 7%, EuroStox50 – 15%, Nikkei – 12% und Hang Sen – 9%). Die pessimistischen Medienberichte und das nach wie vor bestehende Gerede vom „Double Dip“ in USA (doppelter wirtschaftlicher Boden) haben diese Rückgänge bewirkt. Wie auch aus den beiden nachfolgenden Charts erkenntlich, beträgt demgegenüber die Unterbewertung der Börsenkurse in Europa 18% und in Deutschland 28%. …

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im Mai 2010 titelten wir „Investieren in der neuen Weltwährungsordnung“ und in der Tat: Seit die Europäische Zentralbank (EZB) entschieden hat, wenn notwendig, fast unbegrenzt Euro-Staatsanleihen (bestätigt von Notenbank-Präsident Claude Trichet) zu kaufen, muss das Euro-Zeitalter unter dem Titel „Weichwährung“ gesehen werden. Das wiederum muss automatisch einen veränderten Blickwinkel für Investoren mit sich bringen, an den sich diese allerdings unter Langfrist-Aspekten erst gewöhnen müssen. Immerhin hatte man uns den Euro ehemals als „Hartwährung“ verkauft – allerdings schon immer mit einem gewissen Misstrauen. Jetzt ist eine Änderung des Blickwinkels um 180 Grad notwendig.
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Aus dem Inhalt:
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Probleme lassen sich gemäß einem Wort von Jean Paul Getty (dem verstorbenen Öl-Milliardär) am besten mit anderer Leute Geld regeln. Und in diesem Zusammenhang sind Steuern immer ein politisches Reizwort. Das gilt sowohl im Hinblick auf die Reduzierung der Steuersätze (siehe politische Achterbahnfahrt der FDP) als auch hinsichtlich Erhöhung (einen Weg, den nunmehr auch Frau Merkel einzuschlagen scheint). Zugleich haben Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel etwas gemeinsam: Ihre Popularitäts-Umfragewerte sinken. Da eignet sich nichts besser, als das Reizthema Steuern. So macht Obama die vom Vorgänger erlassenen Steuererleichterungen für vermögende
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Aus dem Inhalt:
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Geld spielt keine Rolle! Koste es, was es wolle! Wir werden den Euro verteidigen, was immer es kosten mag! So martialisch klingen europäische Politiker. Angebliche Spekulanten führen einen Angriffskrieg gegen die Euro-Zone, wettert sogar BaFin-Chef Jochen Sanio gegen vermeidliche „Griechenland-Zocker“. Offensichtlich vergisst er dabei, dass seine eigene Behörde (und nicht zuletzt er selbst) noch im März 2010 „keine Anhaltspunkte für solche Spekulationen“ ausgemacht hatte.
Wo die Politik versagt, da müssen Spekulanten am Werk sein – dunkle Mächte, die man wie zur Zeit der Hexenverfolgung im Mittelalter jagen muß. Tatsache ist jedoch,
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Werden die Zeiten an den Börsen jetzt genau so eisig wie die Jahreszeit bedingten Außentemperaturen? Um es kurz zu machen: Solange die Frühindikatoren weiter ansteigen, ist mit einer Fortsetzung der seit März 2009 laufenden zyklischen Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten zu rechnen. Genau das ist weiterhin der Fall – denn auch der Anstieg des Bruttoinlandproduktes der USA (BIP) mit fast + 6% („zugegebenermaßen“ von niedrigerem Niveau) und die äußerst positiven Zahlen aus den diversen Wirtschaftsbereichen sowie die weiterhin extrem expansive Geldpolitik in den führenden Industrie-Nationen geben grünes Licht für die Anleger.
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Nachdem wiederum zwei Offene Immobilienfonds („Degi International“ und „Axa Immoselect“) kürzlich geschlossen werden mussten, wenden sich Anleger und auch immer mehr Analysten von dieser Anlageform ab.
Der Grund liegt nicht in der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Immobilienmarktes (dieser hat sogar recht positive Zukunftsaussichten nach dem starken Rückgang im letzen Jahr), sondern in der Tatsache, dass Offene Immobilienfonds strukturelle Probleme haben. Bereits im Oktober 2008 mussten zwölf Offene Immobilienfonds geschlossen werden.
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Nicht wenige Anleger haben Wertpapieranlagen im Depot, mit denen sie während der Finanzkrise kräftig ins Minus geraten sind. Da kann es interessante Gestaltungsmöglichkeiten geben, diese Verluste steuerlich geltend zu machen und zugleich die zu erwartenden künftigen Kursgewinne ebenfalls „mitzunehmen“. In der Vergangenheit musste darauf geachtet werden, dass die Realisierung von Kursgewinnen durch Verkauf und der anschließende Neukauf nicht als steuerlicher Gestaltungsmissbrauch vom zuständigen Wohnsitz-Finanzamt des Anlegers beurteilt wurde.