Hopfenernte 2009 in Sachsen gestartet

Wichtiger Rohstoff für Bier wächst auf 412 Hektar

Landwirtschaftsminister Frank Kupfer hat heute (14. September 2009) offiziell die Hopfenernte in gestartet. Noch bis Ende September wird der Rohstoff für das liebste Getränk der Deutschen von der insgesamt 412 Hektar großen Anbaufläche geerntet. Dabei wird mit einem Ertrag von etwa 14 000 Zentnern Hopfenzapfen mit guten Inhaltsstoffen gerechnet. „Im Vergleich zu dem sehr guten Vorjahr mit seiner Rekordernte von 15 896 Zentnern sind das etwa zehn Prozent weniger. Dennoch können wir von einem guten Hopfenjahr sprechen“, so der Minister. Die sächsischen Hopfenanbauflächen liegen vor allem in der Lommatzscher und Großenhainer Pflege sowie in der Lausitz. Zum größten Teil wird der sächsische Hopfen über die HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft e. G. Wolnzach (Bayern) vermarktet und kommt weltweit zum Einsatz.

Fast die gesamte Hopfenernte (99,5 Prozent) wird für die Herstellung von Bier verwendet. Der Rest findet in der Pharmazie (Tee, Dragees, Tinkturen) oder der Kosmetikindustrie (Haarwäsche) Verwendung oder wird zur geschmacklichen Abrundung von Likören, Schnäpsen oder auch für Pralinenfüllungen genutzt.

Die sächsischen Hopfenflächen bilden mit den Hopfenanbauflächen in Thüringen und Sachsen-Anhalt das Anbaugebiet -Saale. Mit einer Gesamtfläche von 1 387 ha ist diese Region nach der Hallertau (Bayern, 15 485 ha) das zweitgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Traditionell wird – im Gegensatz zur Hallertau – hier vor allem Bitterhopfen (1 187 ha) angebaut. Bitterhopfen unterscheidet sich vom Aromahopfen durch einen höheren Alphasäuregehalt.