Seit mehr als einem Jahr ist wieder das vertraute Dampfen und Schnaufen der Weißeritztalbahn im Rabenauer Grund zu hören. Dass die Begeisterung für die Kleinbahn ungebrochen ist, spiegelt sich in der Zahl der Fahrgäste wider. „Annähernd 240.000 Reisende waren 2009 mit unserer Schmalspurbahn unterwegs“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) Mirko Froß. Fast ein Drittel der Einzelreisenden nutzten die Schmalspurbahn für die Hin- und Rückfahrt, 22 Prozent buchten die einfache Fahrt. Gruppenreisende machten 17 Prozent, Familien 14 Prozent der Fahrgäste aus. »
So sollte es sein. An einem Sonntag im Juli, der zu einem der heißesten Tage dieses Jahres werden sollte, machten wir uns – bewaffnet mit Wasserflasche und Fotoapparat – auf den Weg von Freital-Coßmannsdorf zur Rabenauer Mühle. Eine angenehme Strecke durch den romantischen Grund, gut zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad zu bestreiten und stets begleitet durch das beruhigende Rauschen der Roten Weißeritz.
Der Grund verzauberte schon Heinrich von Kleist und Ludwig Richter mit all seinen landschaftlichen Reizen. 1834 wurde das Gebiet für Wanderlustige erschlossen und seit 1954 steht es mit seiner bemerkenswerten Artenvielfalt in Flora und Fauna unter Naturschutz.
Auch Sagenhaftem begegnet man hier. Denn um Nixentump, Predigtstuhl und Einsiedlerfelsen rankt sich so manche Legende.
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe September-Oktober 2008Als dienstälteste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands führte sie ihr Weg durch traumhafte Landschaften des Osterzgebirges von Freital-Hainsberg durch den wildromantischen Rabenauer Grund, vorbei an der Talsperre Malter und Dippoldiswalde weiter zum Kurort Kipsdorf. Ihr freundliches Tuten und Stampfen ließ nicht nur Kinder- und Eisenbahnerherzen höher schlagen. Zuverlässig brachte sie ihre Fahrgäste jahrein, jahraus an deren Bestimmungsort, egal ob Einheimische oder Touristen. Bis zum August 2002.
Da zerstörte das Jahrhundert-Hochwasser ganze Abschnitte der Strecke mit so einer Kraft, dass kaum einer an eine Wiederherstellung glauben konnte. Riesige Wassermassen zerstörten Bahnhöfe, entwurzelten Bäume, ließen Hänge abrutschen und Gleise wie Geisterhände in der Luft hängen. Glücklicherweise erreichten die beiden Züge rechtzeitig die Bahnhöfe Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde, so dass weder Personen noch Fahrzeuge Schaden nahmen. »