Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe November/Dezember 2009
König Albert (* 1828 in Dresden, † 1902 in Sybillenort) machte sich vor allem einen Namen als Feldherr. 1866 führte er die sächsische Armee im Deutschen Krieg gegen Preußen, dessen Ergebnis Sachsens Beitritt zum Norddeutschen Bund war. 1870/71 war er Kommandeur im deutsch-französischen Krieg. 1873 wurde er König.
König Albert führte Sachsen trotz oder gerade wegen seiner militärischen Ausbildung über die 29 Jahre seiner Regentschaft ausschließlich in Frieden. »
Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Juli-August 2009Mit freundlicher Empfehlung des Heimat- und Tourismusvereins Stadt Wehlen e.V.
Vor über 1 00 Millionen Jahren befand sich im heutigen Gebiet der Sächsischen Schweiz das Kreidezeit-Urmeer. Auf dessen Boden verfestigten sich Quarzsand-Ablagerungen und bildeten so eine riesige, ca. 600 m starke Sandsteinplatte, aus der die Natur in den folgenden Millionen Jahren eine einzigartige Felsenwelt schuf. Seit dem Tertiär graben die Elbe und ihre Nebenflüsse mit unvorstellbarer Kraft riesige Täler in die Platte. Verbunden mit
Regen, Wind und Eis (Erosion), entstanden so die bizarrsten Felsformationen. Auf unserer heutigen Wanderung werden
wir diese vielfältigen, von den Naturgewalten geschaffenen Formen hautnah erleben. Interessant ist nicht zuletzt das Profil der Wanderung: Von der Elbe über die Teufelsschlucht zum Plateau überwindet man ca. 190 Höhenmeter. Über Steinbruch und Wilke zurück zur Elbe steigt man von 200 m ü. NN auf 110 m ü. NN wieder hinab. »
Am 27. September 2009 fand die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag statt.
Wahlergebnisse: Die CDU kam in Dresden mit 33,6 Prozent auf das drittbeste Ergebnis bei einer Bundestagswahl in Dresden. Die SPD musste starke Verluste hinnehmen und liegt nun bei 15,0 Prozent. DIE LINKE legte um 1,5 Punkte auf 21,2 Prozent zu. Die GRÜNEN übertrafen mit 12,6 Prozent die 10-Prozent-Marke deutlich und erreichten ihr bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen in Dresden. Die FDP konnte sich nicht weiter steigern (13,6 Prozent), hat jedoch das zweitbeste Ergebnis seit 1990 erreicht.
Die Direktmandate eroberten Andreas Lämmel (Wahlkreis 160) und Arnold Vaatz (Wahlkreis 161) – beide CDU – mit 36,6 bzw. 36,4 Prozent der Stimmen. Damit erreichten beide fast das gleiche Ergebnis wie zur letzen Bundestagwahl. Die SPD-Kandidaten erreichten 2005 den zweiten Platz, jetzt mussten sie diesen Platz an die LINKEN abtreten.
Die Ergebnisse von CDU und den LINKEN in den Stadtteilen verhalten sich fast überall spiegelbildlich. Hochburgen der CDU sind Gebiete mit geringer Zustimmung zu den Linken und umgekehrt. Die Neustadt ist Hochburg der Grünen.
Am 14. August 1679 schlossen sich drei Klempnermeister aus Dresden zu einer eigenständigen Innung zusammen. Erst zehn Jahre später unterzeichnete auch Kurfürst Johann Georg III. die Gründungsurkunde – die sogenannte „Confirmation“.
Bereits aus der ersten Innungssatzung geht hervor, dass der Meisterstatus erst nach vielen Prüfungen und Lehrjahren erreicht werden konnte. So musste der Anwärter zuvor zwei Jahre auf Wanderschaft gehen und zwei weitere Jahre bei einem Meister gearbeitet haben. Genau beschriebene Meisterstücke waren zu fertigen und zusammen mit dem Gesellen- und Lehrzeugnis dem Innungsvorstand zur Begutachtung vorzulegen. Diejenigen, die die Tochter eines Meisters heirateten, hatten es da einfacher: für diese Gesellen sah die Satzung Erleichterungen vor. »
Die Schutzbedürftigkeit vor den Naturgewalten ließ den Menschen im Verlauf der Jahrtausende eine Vielzahl von dachähnlichen Schutzbauten ersinnen. Daher gehört das Dachdeckerhandwerk zu den wichtigsten und ältesten Handwerksberufen. Als im Jahre 1835 die – wie sie damals noch hießen – Ziegeldecker sich zur Gründung einer Innung entschlossen hatten, war das Gewerbe noch ein reines Lohnwerk. Zum eigenständigen Handwerk entwickelte es sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Anhand alter Rechnungen schon aus der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert werden Arbeiten an Dächern belegt. Das Rathaus, die Dreikönigskirche, Häuser in der Frongasse, das Frauentor und das Bartholomäus-Hospital waren mit Schindeln gedeckt worden. Allein, die vielen Brände in jener Zeit ließen den Rat bald zu dem Entschluss kommen, die gefährliche Holzbauweise durch Steinbauten und die Schindeldächer durch Ziegeldächer zu ersetzen. Ein Drittel der Ziegel dafür wurde laut Ratsbeschluss kostenlos geliefert. Da der Anreiz offensichtlich noch immer zu gering war, entschloss sich der Rat, gar die Hälfte der Ziegel und des Kalks kostenlos beizusteuern.
Endgültig wurde die Einführung der Ziegeldächer nach dem großen Stadtbrand vom Juni 1491 beschlossen. Kurfürst August erließ dann 1559 eine besondere Anordnung. Aber wie das mit Anordnungen so geht, sie wurden leger gehandhabt und vielfach wurde erneut mit Schindeln eingedeckt. Hatte sich doch über Jahrhunderte das Schindeldach als wetterfeste und regendichte Bedachung bewährt, zumal das Material dafür in Gestalt der nahen Wälder zu haben war. Als Feind erwies sich allein die leichte Entzündbarkeit.
Deshalb nutzte man hierzulande die zahlreichen in und um Dresden vorkommenden Tonlager, um nach und nach eine Ziegelfabrikation aufzubauen. Der Ziegel in vielerlei Form eroberte sich dann 1m Laufe der Jahrzehnte Sachsens Dächer, wurde mit seinem weithin leuchtenden Rot zur dominierenden Bedachungsvariante.
Erste Anfänge für den Ziegel gehen in Dresden gar schon auf das Jahr 1370 zurück, denn für diesen Zeitpunkt wird eine Ratsziegelscheune erwähnt. Im 15. Jahrhundert erlebte das Ziegeldach seinen großen Aufschwung. Im Aufbringen machten jedoch den Ziegeldeckern die Maurer beträchtliche Konkurrenz.
Dennoch kam es zu keiner Innungsgründung der Ziegeldecker; entsprechende Eingaben wurden stets abschlägig beschieden. Zu Zeiten des segensreichen Kurfürsten “Vater” August im 16. Jahrhundert wurde sehr viel gebaut; weniger in die Breite als durch Aufstocken in die Höhe; ein Mehr an Dachdeckern wurde deshalb nicht benötigt. Das blieb über Jahrhunderte so. Schließlich gab es im 18.Jahrhundert in Dresden keine einheimischen Ziegeldecker mehr.
Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges wirkten lange nach. Entsprechende Arbeiten erledigten eingewanderte böhmische Ziegeldecker, weshalb es immer wieder zu Beschwerden und Klagen kam.
1835 war es endlich soweit. Die Dresdner Dachdecker schlossen sich zu einer Innung zusammen.