Geschichten erzählen

Montag!!! – Eine Geschichte, die das Leben schrieb…

Montag!!! - eine Geschichte, die das Leben schriebEs ist Montag. Voller Motivation, gestärkt und ausgeruht vom Wochenende kann man(n) in die neue Woche starten und voller Zuversicht in die Zukunft schauen. Das Weckradio plärrt pünktlich kurz vor sieben Uhr. Die Nachrichten werden verlesen, danach folgt der Wetterdienst. Ansage: „Regen, Regen, Regen“. Wie war das mit der Motivation?

Immer noch im Bett fängt das Gehirn langsam an zu arbeiten: Montag = Arbeiten = Wochenbeginn = wichtiger Termin gegen elf Uhr. Abendessen mit Freunden, Anruf auf Wohngeldstelle tätigen, Wäsche bügeln…

Diese Geschichte als PDF herunterladen

Na gut, auf geht’s. Der Wecker wird liebevoll mit einem Handschlag ausgeschalten. Ab ins Bad. Das Ritual kann starten. Duschen, um endlich auf Betriebstemperatur zu kommen und die letzten wohligen Kuschelgefühle abzuwaschen. Bereits um diese Uhrzeit wird die Zeit effizient genutzt: beim Duschen gleich Zähneputzen, natürlich elektrisch, rasieren per Hand und Haare waschen, Ohren putzen. Der Tag kann sauber starten.

Der heruntergefallene Kaffeelöffel

eine Geschichte von Berno Hauzzo
- der Geschichtenerfinder für jede mögliche (und unmögliche) Gelegenheit.

(gern auch für Ihre Feiern, Hochzeiten und Geburtstage -> klick hier)

Bitte achten Sie alle auf Ihre Kaffeelöffel! Nicht, dass Sie den Garten vorrichten müssen, wie wir!

Warum?

Tja, meinem Schnuckelchen war der Kaffeelöffel runtergefallen. Schnell bückte sie sich, hob ihn auf, kam wieder hoch und schlug von unten mit dem Kopf an die Tischkante. Dabei hob sie den Tisch aus, das gute Kaffee-
geschirr fiel herunter und nun müssen wir den Garten vorrichten.

Aber das kann man doch wegräumen, werden Sie denken.

Lesezeichen:, , , , ,
12. Oktober 2009 - Veröffentlicht in: Geschichten erzählen |

Weiteres aus dem Vegetarierleben

Ich liebe meinen Freund, aber er ist kein Vegetarier – Fleischstücke müssen es sein, groß und ganz viel. Das muss ich akzeptieren.

Mit meinem „Halbkochwissen“ wollte ich ihm eine Freude machen, meine Liebe zeigen und dachte mir: ´Okay, versuch´s doch mal mit Leber.` Das sich das für mich so anstrengend gestaltet, hätte ich wissen müssen.

Diese Geschichte als PDF herunterladen->

Der erste Weg war klar: ab zum Fleischer, Leber besorgen. Doch schon das Betreten der Fleischerei war eine komische Sache. Was für Nichtvegetarier sicherlich sehr lecker ist, riecht für mich ziemlich merkwürdig. So ranzig, leicht muffig. Die Auslage der Theke war auch nicht eben einladend. Augen zu und durch: Eine Zunge, die einen direkt entgegenspringt und abschlecken will neben komisch tiefroten, nassen Fleischstücken mit Sehnen und Fettrand in metallenen Boxen.

Vegetariers Liebe zum Fleisch – ein Betroffenheitsbericht

Die Liebe des Vegetariers zum Fleisch ist grenzenlos: Sie beginnt nicht und hat somit auch kein Ende, also ist sie grenzenlos. Dennoch sieht man sich als Vegetarier oft mit der Problematik Fleisch konfrontiert.

Als Beispiel möchte ich hier einen Restaurantbesuch mit meinen Kollegen anbringen – eine gesellige Runde mit leckerem Essen.

Diese Geschichte als PDF herunterladen ->

Nun zieht man als Vegetarier bei der Speisenauswahl generell die Aufmerksamkeit auf sich.

„Was isst du denn? Ach, sieh mal hier, gibt es Camembert mit Preiselbeeren!“ ´Super`, denke ich, ´Wieder mal die tollen allgemeinen Standards. Salat, Camembert oder halt eine Tomatensuppe.` Okay, mal schauen, was es sonst noch gibt. ´Dann wähle ich halt nur eine Beilage aus.`, überlege ich, ´Aber immer Pommes ist auch nicht so toll. Ah hier: Bratkartoffeln! Na das ist doch was. Und Rotkraut. Na bitte, leckere Mahlzeit.` Tapfer frage ich die Serviererin bei der Bestellung: „Sind die Bratkartoffeln mit Speck oder anderer Wurst?“ „Nein. Nur Kartoffeln und Zwiebeln und, na ja etwas Speck. Aber ich kann in der Küche Bescheid geben.“, kommt die Antwort prompt. „Und der Rotkohl ist auch rein vegetarisch?“ „Nein leider nicht. Auch mit Speck.“ Also bleibt es bei Bratkartoffeln mit Ketchup.

Lesezeichen:, , , , , , , , , , ,
17. Juni 2009 - Veröffentlicht in: Geschichten erzählen |

Aus dem Leben des Fußweges

Letzte Woche erreichte uns dieser wirklich witzige Text einer Leserin. Viel Spaß beim Lesen und vielleicht gibt es auch aus dem Leben Ihres Fußweges einiges zu berichten:       diese Geschichte als PDF herunterlagen ->

Der Fußweg

ist etwas, ohne das nichts funktionieren würde. Er ist einfach da. Auch wenn man ihn nicht will, kann man nicht ohne ihn und er fristet sein Dasein im Unbemerkten.

Seit seiner „Entdeckung“ hat auch er sich verändert. Hat neue Welten erschlossen, Länder verbunden, Krisen überstanden, Kriege erlebt und neue Formen angenommen, sich erhoben und einer gewissen „darwinschen Selektion“ unterzogen.

Er wird geboren, lebt und stirbt. Seine durchschnittliche Lebensdauer kann jedoch nicht statistisch benannt werden.

Die Geburt eines Fußweges erfolgt kontrolliert oder auch nicht.

Die kontrolliert Geborenen wachsen in geklärten Verhältnissen auf. Sie werden exakt von Stadtplanern entworfen. Aussehen, Figur, Größe und Art werden zu hundert Prozent definiert. Alle vorbeugenden Maßnahmen zur Verhinderung der Alterung werden mit berücksichtigt.