Artikel um Thema: Stadtteilgeschichte

Stadtteilgeschichte Dresden Johannstadt

03. Februar 2010 1 Kommentar »

Bericht aus Magazin die-infoseiten.de / Ausgabe Mai-Juni 2007

Mit Bekanntmachung des Stadtrates vom 06.11.1877 wurde der Stadtteil in Gedenken an König Johann von Sachsen als „Johnannstadt“ benannt. Vorher gehörte der Bereich zwischen Elbe im Norden, dem Großen Garten im Süden, der Güntzstraße im Westen und der Krenkelstraße im Osten zur Äußeren Pirnaischen Vorstadt.

König Johann, der von 1854 – 1873 regierte, war beim Volk als sehr gebildeter, toleranter und besonnener Herrscher beliebt. Sein Reiterstandbild ziert noch heute den Theaterplatz vor der Semperoper. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden Wachwitz

25. Januar 2010

Blick vom Steinberg nach Altwachwitz, Im Hintergrund ist die Hosterwitzer Fähre zu sehenBericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe September / Oktober 2009

Das kleine Wein- und Fischerdorf wurde im Jahr 1350 erstmals urkundlich erwähnt. Zuerst befand es sich nur in unmittelbarer Nähe zur nahrungsspendenen Elbe. Später erweiterte es sich bis in die Elbhänge hinein, in denen reger Weinanbau betrieben wurde. Im romantischen Wachwitzgrund klapperten die Mühlräder. Fischer, Handwerker und Weinbauern, Gelehrte und Künstler siedelten sich so im Laufe der Zeit hier an.

1477 wurde der Anbau von Rebstöcken erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Ursprünge gehen aber vermutlich viel weiter zurück. Mit der Reblaus kam auch hier für den Weinanbau das Aus. Die Grundstücke wurden bebaut. Oft begegnet man heute noch alten Mauerresten, die vom Weinbau zeugen. Am “Königlichen Weinberg” sind auch heute noch Reben zu finden. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden Loschwitz

12. Januar 2010 1 Kommentar »

die Loschwitzer Kirche

Im Jahre 1315 wurde das heutige Loschwitz erstmals urkundlich erwähnt. Der Name der slawischen Siedlung war damals Loscuicz und bedeutete wohl soviel wie „Leute des Lozek“.

1921 nach Dresden eingemeindet, reicht Loschwitz heute vom Wasserwerk „Saloppe“ bis zum Wachwitzer Hochberg. Im Norden grenzt Loschwitz an das Villenviertel „Weißer Hirsch“.

(weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden – Albertstadt

06. Januar 2010

die Garnisionskirche in der Dresdner Albertstadt - eine SimultankircheBericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe November/Dezember 2009

“Je weiter unsere Straße aus der Stadt hinausführte, um so mehr veränderte sie sich. Sie durchquerte das Kasernenviertel. In ihrer Nähe, auf leichten Anhöhen, lagen die Schützenkaserne, die beiden Grenadierkasernen, die Kaserne des Infanterieregiments 177, die Gardereiterkaserne, die Trainkaserne und die zwei Artilleriekasernen. Und an der Königsbrücker Straße selber lagen die Pionierkaserne, die Militärbäckerei, das Militärgefängnis und das Arsenal…”, so beschreibt Erich Kästner in seinem Buch “Als ich ein kleiner Junge war” die Albertstadt.

Als Schöpfer derselben ist Alfred Graf von Fabrice (1818 – 1891 ) zu nennen. Der General der Kavallerie, Staats-, Kriegsund Außenminister Fabrice hatte die zum großen Teil durch Preußen diktierten Aufgaben zur Neustrukturierung der Sächsischen Truppen umzusetzen, waren doch die militärischen Anlagen stark veraltet und dezentral organisiert.

Im Jahr 1873 wurde mit dem Bau der heutigen Stauffenbergallee (ehem. Heerstraße, Carola-Allee, später Dr.-Kur (weiterlesen…)

Der Neumarkt – Dresdens neue alte Mitte

06. November 2009 3 Kommentare »

Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe Oktober-November 2009

Daphne und Doris erleben den Neumarkt in Dresden - © Anja Tittel
Daphne & Doris entdecken den Neumarkt – © Anja Tittel
www.anys.de

Kein anderes Gebäude der Stadt steht mit größerer Symbolkraft für Dresden als die wieder aufgebaute Frauenkirche, wohl keine andere Weihe wurde mit größerer Emotionalität begangen wie die des Wahrzeichens im Jahr 2005. Und kein anderer Ort in Dresden hat die Gemüter der Bewohner und Gäste so berührt wie das Areal rund um den Neumarkt. So entstand hier in den vergangenen Jahren ein neues Viertel – der Neumarkt mit angrenzenden Gassen – nach historischem Vorbild, aber durchaus auch mit modernen, sich in die historische Baustruktur eingliedernden Elementen. Auch wenn die letzte Baustelle längst noch nicht abgeschlossen ist und Kritiker das großartige Potential des Platzes noch nicht genügend ausgenutzt sehen, hat die Stadt endlich wieder, was ihr lange Zeit fehlte: eine neue, alte Mitte.

Die sogenannte “gute Stube Dresdens”, von der uns unsere Großeltern mit einer Faszination erzählten, die unsere Generation wegen der Tristheit des unbebauten Platzes lange nicht nachvollziehen konnte. Eine Faszination, die für uns nun, mit Blick auf das neu Entstandene, aber nachvollziehbar wird. Die Entwicklung des Areals ist längst nicht abgeschlossen und es wird spannend sein, sie in den nächsten Jahren mit zu gestalten und zu verfolgen.

(weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Innere Altstadt

02. November 2009 1 Kommentar »

Dresdner Altstadt mit Frauenkirche, Terrassenufer und Brühlscher Terrasse von der Augustusbrücke aus gesehenBericht aus dem Magazin die-infoseiten.de / Ausgabe März-April 2008

Viele Lobpreisungen hat Dresden über die Jahrhunderte hinweg bereits gehört und wenn man heute durch die Innere Altstadt schlendert, muss man eingestehen – mit Recht. Die Sehenswürdigkeiten in Elbflorenz, wie Johann Gottfried Herder Dresden einst betitelt haben soll, laufen sich den Rang ab und es fällt schwer, einen Favoriten zu küren.

Die innere Altstadt befindet sich am linken Elbufer und ist das eigentliche historische Zentrum. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Innere Neustadt in Dresden

20. September 2009 3 Kommentare »

der Goldene Reiter an der Hauptstraße in Dresden - Reiterstandbild - August der StarkeBericht Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe September-Oktober 2008

1350 wurde die innere Neustadt als Altendresden (Antiqua Dressdin) erstmals urkundlich erwähnt und bekam 1403 das Stadtrecht. Umsäumt von Weingärten am Rand der Heide lag Altendresden abseits der Residenzstadt. Schon damals verband eine Brücke beide Orte. Bereits 1549 wurde Altendresden nach Dresden eingemeindet.

Am 6. August des Jahres 1685 wurde Altendresden durch einen verheerenden Brand fast vollständig zerstört. Das Feuer, das in einer Tischlerwerkstatt ausgebrochen war, ließ kaum ein Gebäude unversehrt und stürzte die Bewohner in große Armut. Kurfürst Johann Georg III. beauftragte noch im gleichen Jahr Wolf Caspar von Klengel mit dem Wiederaufbau des Stadtteils. Der Oberlandbaumeister plante eine Erneuerung nach modernsten städtebaulichen Erkenntnissen. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden Hosterwitz

19. September 2009

Hosterwitzer Kirche Maria am WasserBericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe November-Dezember 2008

„Oh Hosterwitz, oh Ruhe! Ruhe!“
So beschrieb Carl Maria von Weber im 19. Jahrhundert den kleinen Ort am Ufer der Elbe. Worte, die den Dresdner Stadtteil auch heute noch treffend charakterisieren. Idyllisch zwischen Pillnitz und Niederpoyritz gelegen, mit liebevoll gepflegten Anwesen, einer bezaubernden Kirche, direkt an der Elbe und doch nicht weit vom pulsierenden Leben der Großstadt entfernt – so empfängt Hosterwitz seine Gäste. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden Übigau

09. September 2009

Erinnerung an das Elbehochwasser 2002 - Dresden Übigau

Bericht aus Magazin die-infoseiten.de – Ausgabe September-Oktober 2007

„Zur Erinnerung an das Elbehochwasser im August 2002 – Übigau dankt allen Helfern!“ … steht auf dem Gedenkstein am Dorfplatz von Altübigau, der früher „Die Tränke“ genannt wurde. Trotz seiner Lage von ca. 8 m über dem Elbespiegel, war das Gelände von der Rekordflut 2002 mit einem Elbpegel von 9,40 m betroffen. Dem unermüdlichen Fleiß der Anwohner und Helfer ist es zu verdanken, dass man heute davon nichts mehr sieht.

Der kleine Stadtteil Übigau liegt nord-westlich der Altstadt direkt im Elbbogen neben Kaditz und Mickten und wurde 1324 als Vbegowe erstmals urkundlich erwähnt. Über die Herkunft des Namens wird spekuliert. Möglicherweise entstammt er vom altsorbischen Wort ubeg (Flucht). Später nannte man das Dörfchen auch Uibigau oder Uebigau. (weiterlesen…)

Stadtteilgeschichte Dresden Plauen

03. September 2009 3 Kommentare »

Bericht aus Magazin die-infoseiten.de / Ausgabe 1-2006

Auf Grund eines Streites zwischen dem Bischof von Meißen und dem Burggrafen Heinrich von Dohna um die Besitzrechte an einer Burg wurde Plauen, wie Dresden, im Jahre 1206 erstmalig urkundlich erwähnt.

Zu dieser Zeit bildete Plauen ein Rundlingsdorf, welches um einen kleinen Teich (an der Einmündung von Altplauen in den F.-C-Weiskopf-Platz) angeordnet war.

Südlich der heutigen Klingenberger Straße befand sich ein Freigut, welches 1895 abgetragen wurde und das erste Oberdorf war. Das vermutlich später hinzugewachsene Niederdorf befand sich unmittelbar (weiterlesen…)

 1 2 weiter