Zug der Freiheit – 1. Oktober 2009 – Prag-Dresden-Freiberg-Chemnitz-Plauen-Hof

ein Projekt des Aktiv e.V. – www.kulturaktiv.org

Der Zug der Freiheit in Wort und Bild bei www.bahnmotive.de

1989 – Die Ereignisse

Im Spätsommer 1989 sammelten sich tausende ausreisewillige DDR-Bürger in der Prager Botschaft, nachdem bereits im
Sommer tausende Bürger über Ungarn und Österreich in die BRD geflüchtet waren.
Unter abenteuerlichen Umständen lebten bis zu 4.000 Flüchtlinge zeitgleich auf dem Gelände der Botschaft in Prag, während über ihr Schicksal verhandelt wurde.
Am 30.9.1989 verkündete der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher die Zustimmung der Regierung der DDR zur Ausreise. Dieser historische Moment war ein Meilenstein der Friedlichen Revolution.
Mit Zügen wurden die Flüchtlinge ins bayrische Hof gebracht, sie mussten aus völkerrechtlicher Sicht der DDR-Führung noch einmal über das Territorium der DDR fahren.
Entlang der Strecke -Freiberg-Karl-Marx-Stadt-Plauen lösten die Züge erste Demonstrationen aus. Öffentlicher
Widerstand in der DDR wurde sichtbar, aber zumeist gewaltsam aufgelöst.

2009 – Die Idee

Ein Sonderzug mit fünf historischen Wagen fährt entlang der Strecke der Züge mit den Botschafts-flüchtlingen von 1989 von Prag über Dresden, Freiberg, Chemnitz, Plauen nach Hof.
Die einzelnen Waggons fungieren als Kunsträume in denen jeweils ein Projekt gezeigt werden soll. Zusätzlich präsentieren sich Zeitzeugen in Interviews und Jugendgruppen aus und den mittel- / osteuropäischen Staaten mit weiteren Projekten. Kurator für die Kunstprojekte ist Holger Wendland.
An den Haltepunkten findet ein kulturelles Rahmen-programm statt, z.B. in Hof ein Feuerwerk und die Einweihung eines Denkmals.
Das Programm ist den etwa 170 Mitreisenden zugänglich sowie an den Haltepunkten der lokalen Bevölkerung.

Text: Infomaterial Zug der Freiheit

Infomaterial / Programm (PDF)

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