Garnisonkirche Dresden

Garnisonkirche Dresden
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Eine Simultankirche für die Albertstadt

Groß und gewaltig steht die Garnisonskirche auf einer Anhöhe, wenn man von der Tannenstraße in Richtung Stauffenbergallee läuft. Unwillkührlich bleibt man stehen und bestaunt die mächtige, sandsteinerne Fassade und das riesige Dach mit zahlreichen Türmchen und Spitzen, die heute, nach Ende der Sanierung, wieder in alter Pracht erstrahlen.

Nach Fertigstellung der Albertstadt wurden Rufe nach einem eigenen Gotteshaus laut. Man lobte einen öffentlichen Wettbewerb aus und baute nach den Plänen der beiden Architketen William Lossow und Herrmann Viehweger, die in Dresden bereits das Schauspielhaus erschaffen hatten, die Garnisionskirche. Es entstanden zwei Kirchen unter einem Dach, eine sogenannte Simultankirche.

1895 legte man insgesamt drei Grundsteine, jeweils einen für jede Konfession und einen für den 90 m hohen und komplett aus Sandstein gemauerten Kirchturm. Die feierliche Weihe der Kirche fand am 28.10.1900 statt. Der katholische Teil bot Platz für 400 Gläubige, der evangelische für 2.000.

Ab 1945 fanden das Staatstheater sowie die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek im protestantischen Teil Raum für Archiv und Lager. Heute nutzt die Puppentheatersamlung der staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Räumlichkeiten. Die katholische St. Franziskus-Xaverius- Gemeinde nutzt bis heute den anderen Teil der Kirche.

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