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Neue Elefanten Außenanlagen im Dresdner Zoo

Fertigstellung Erweiterung der Außenanlagen für unsere Elefanten

Mit dem Abbau der Interimshalle, in der unsere Elefanten während der Sanierungsphase des Afrikahauses untergebracht waren, konnte der zweite Bauabschnitt der Elefanten-Außenanlage in Angriff genommen werden. Seit Anfang Mai wurde die ca. 1.400 Quadratmeter große Fläche zwischen Elefanten-Badebecken und Löwenanlage umgestaltet. Damit stehen unseren vier Elefanten Drumbo, Sawu, Mogli und Tonga nunmehr knapp 3.000 Quadratmeter Außenfläche zur Verfügung – deutlich mehr, als es die Richtlinien für die Elefantenhaltung vorgeben.

Zunächst wurde die gesamte Fläche um einen halben Meter abgetragen und mit Kies aufgefüllt. Ein weicher Sandboden bietet den Elefanten sowohl Beschäftigung, als auch deutlich mehr Komfort. Lediglich auf der Grundfläche der Interimshalle blieb das Betonfundament erhalten, um den Elefantenfüßen zur Abwechslung etwas festen Boden anzubieten. Auch einige Beton-Trennwände des alten Interimsgebäudes blieben erhalten und wurden in Sandstein-Optik verkleidet. Sie dienen den Elefanten als Schattenspender oder zum „Schubbern“. Zusätzlich wurden drei weitere „Schubberbäume“ aus Totholz und ein künstlicher Baum mit Futterkugel aufgestellt. Das „Schubbern“ gehört bei Elefanten genauso zur Hautpflege, wie das Wälzen in Schlamm. In der alten Außenanlage wurde daher die vorhandene Lehmsuhle vergrößert, so dass unsere Elefanten ihre Haut vor lästigen Insekten schützen können. Komplettiert wird die neue Außenanlage mit einer Tränke und einer Sandsteinpyramide.

Für die Pfleger ist ein 180 Meter langer Fahrweg zwischen Gehege und Zoo-Außenzaun zum Großen Garten entstanden. Hier wurden Futterraufen installiert, die von außen befüllt werden können. Somit müssen die Pfleger die Außenanlage nicht betreten und das zeitaufwändige Aufstallen der Tiere entfällt. Mittels eines automatischen Schiebetores können beide Außenanlagen voneinander getrennt werden, was eine flexible Haltung unserer Elefantengruppe möglich macht.

Transparente und nur durch natürliche Bepflanzung abgegrenzte Besucherbereiche bieten den Zoogästen gute Einsichten in die großzügige Anlage. Einen guten Überblick über die gesamte Außenfläche hat man von Aussichtsflächen des historischen Besucherfelsens. Durch die Umgestaltung der Elefantenanlage ist nunmehr auch das historische Elefantentor sichtbar. 1912 plante Zoodirektor Prof. Dr. Gustav Brandes an dieser Stelle einen zweiten Besuchereingang in Richtung Stadt. Hierfür wurden zwei Skulpturen angeschafft, die den Eingang begrenzen sollten. Eine der beiden Skulpturen – die Löwengruppe des Bildhauers Otto Pilz – ist noch immer im Rosarium des Zoo Dresden zu finden.
Zum Welt-Elefanten-Tag am 15. August können Besucher die neue Anlage erkunden und sich am Entdeckerstand über die Dickhäuter informieren. Zudem erfahren kleine und große Elefantenfans bei Sonderführungen im Elefantenrevier und an Bastel- und Wissensquizstationen alles über Tonga & Co.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Ukena
Zoodirektor