Entstehung des Elbsandsteingebirges

Sächsische Schweiz Sonnenaufga
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Wie entstand die Sächsische Schweiz und deren Name?

Bizarre und schroffe Felswände, wie durch einen großartigen Künstler geschaffene, abstrakt verwitterte Formen, eingebettet in dichte Wälder und üppige Wiesen – so zeigt sich das Gebiet der Sächsischen Schweiz den Besuchern. Und doch, alles ist naturgeschaffen, über Jahrmillionen gewachsen, verwittert, aufgetürmt.

Die Entstehung des Elbsandsteingebirges geht zurück in die Kreidezeit, auf den Vorstoß des Kreidemeeres vor etwa 180 Millionen Jahren. Zuflüsse brachten Sedimente der umliegenden Landschaften mit, die sich am Meeresgrund ablagerten. Als das Kreidemeer abfloss, blieben bis zu 600 m starke Sandschichten zurück, aus denen durch tektonische Veränderungen, Eiszeit und Verwitterung das Elbsandsteingebirge entstand.

Dabei lassen sich die Oberflächen in drei Gruppen einordnen:

  • Tafelberge
  • Ebenen
  • Täler, Gründe und Schluchten

“… als hätten das die Engel im Sande gespielt …”, beschrieb Heinrich von Kleist in romantisch-schwärmerischer Art die Felsenlandschaft.

Über Jahrhunderte hinweg wurde das Land für den Sandsteinabbau, die Jagd und die Forstwirtschaft  genutzt. Wichtigster Verkehrsweg im sonst unwegsamen Gelände war stets die Elbe. Vor 200 Jahren entdeckten auch erste Reisende die geheimisvolle, damals noch gänzlich unerforschte Landschaft – durchwanderten neugierig das Gelände.

Woher stammt der Name Sächsische Schweiz?

Man sagt, dass dieser von zwei schweizer Malern, Adrian Zingg und Anton Graff, geprägt wurde. Als sie ihr Weg während ihrer Deutschlandreise durch das Elbsandsteingebirge führte, fühlten sie sich an ihre Heimat, die Schweizer Jura, erinnert und schufen so den zunächst etwas irreführenden Namen Sächsische Schweiz.

Von vielen berühmten Persönlichkeiten, die die Gegend erkundeten, ließen sich u.a. Ludwig Richter, Caspar David Friedrich und Carl Maria von Weber zu Meisterwerken inspirieren. Ludwig Richter fand hier sein Motiv zum berühmten Gemälde “Überfahrt am Schreckenstein”, Caspar David Friedrich porträtierte sich selbst mit Motiven des Gebirges in “Der Wanderer über dem Nebelmeer” und Carl Maria von Weber wurde zur Wolfsschluchtszene seines Freischütz inspiriert. Die schon damals beliebte Route ist heute als Malerweg bekannt.

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