Dresden Leuben

Rathaus Leuben
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Von Luben zu Leuben

Als Leuben 1349 erstmals in einer Urkunde von Bischof Johann I von Meißen erwähnt wurde bestand das Siedlungsgebiet wohl schon einige Jahrhunderte, wie Ausgrabungsfunde belegen.
 

Luben wurde das Dorf in der Urkunde genannt. Bauern bestellten ihr eigenes Land, Häusler standen in Lohn- oder Handwerksarbeit. Die Dresdner liebten das gemütliche Dörfchen als Ausflugsziel. Das war über Jahrhunderte hinweg so und sollte sich doch grundlegend ändern.
 

In den Gründerjahren entwickelte sich Leuben zum Industrie- und Gewerbestandort. So siedelte u.a. ein Sägewerk, eine chemische Fabrik, eine Spitzen- und Gardinenmanufaktur, ein Werk für elektrische Maschinen und eine Papierfabrik an. Leuben wuchs so schnell, dass es bereits Pläne gab, den Dresdner Vorort als eigenständige Großstadt zu etablieren. Die Einwohnerzahl wuchs Gebäude an der Pirnaer Landstraße ehem. Betriebshof der Vorortbahn, Stephensonstr. rasant, denn die Firmen benötigten Arbeiter, man baute Wohnsiedlungen, vergrößerte Straßenzüge – kurz: hier brodelte das Leben. Zählte Leuben 1871 gerade einmal 341 Einwohner, waren es 1921 – dem Jahr der Eingemeindung – bereits 7.800.


Heute sind Gebäude aus den 1960er und 1970er Jahren in Blockbauweise charakteristisch für den Stadtteil. Aber auch Gebiete mit Genossenschaftswohnungen der 1920er und 1930er Jahre sowie ehemals herrschaftliche Villen sind zu finden.

Eine Besonderheit ist die für einen Stadtteil große Anzahl von Kleingartenanlagen. Die älteste, „Dresden – Altleuben“, wurde 1912 gegründet. Hier konnten und können die “Laubenpieper“ im Grünen ihr Fleckchen Land beackern. Aus notwendiger Selbstversorgung wurde Hobby, was blieb ist die Liebe zur Natur.

Auch wenn während der Weltwirtschaftskrise und dann noch einmal nach der Wende viele Firmen geschlossen wurden, blieben einige dem Standort Leuben bis heute treu. So etablierte z.B. die Dresdner Spitzen- und Gardinenmanufaktur ihre Produkte unter der Marke „Dresdner Spitzen“ in aller Welt, an der Pirnaer Landstraße werden im Margarinewerk die schon zu DDR-Zeiten beliebten Marken Sonja und Marina produziert. Nicht zu vergessen das Sachsenwerk, heute in den Händen der VEM-Gruppe.

Dresdner Schmalspur-Vorortbahn

1898 ließen die „Kummer-Werke“ – aus denen später das Sachsenwerk entstand – die erste Schmalspur-Vorortbahn bauen. Die Arbeiter nutzten die Bahn auf dem Weg zur Fabrik und es sollten Materialien sowie fertige Produkte der Werke transportiert werden. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch von Kummer & Co kaufte die Gemeinde die Bahn. Bis 1924 fuhr der beliebte „Laubfrosch“, wie die Bahn wegen ihrer grünen Farbe liebevoll genannt wurde, auf schmalem Gleis und in 1 5-minütigem Abstand zwischen Laubegast, Leuben und Niedersedlitz. Seit November 1924 verkehrt die Dresdner Straßenbahn zwischen den Stadtteilen.

... und alles grünt und blüht ... Leubener Gärtnereien

Über die berühmten Laubegaster Gärtnereien berichteten wir u.a. in der Ausgabe Mai-Juni 2008. Aber auch im anschließenden Stadtteil Leuben etablierten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts große Gärtnereien, die mit Dahlien- und Rosenzucht, Kamelien- und Rhododendrenkulturen weithin bekannt wurden. Über riesige Flächen hinweg grünte und blühte es in allen Farben.


So etablierte u.a. Max Ziegenbalg seine Gärtnerei zu einer der größten von Europa. Seine Ländereien reichten von Leuben bis nach Laubegast. Der Unternehmer Kurt Engelhardt besaß eine Gärtnerei unmittelbar neben dem Leubener Rathaus. Seine regelmäßigen Dahlienschauen zogen tausende Schaulustiger nach Leuben. Weltberühmt wurde Engelhardt mit seiner einzigartigen Dahlienzüchtung „Kalif“, die mit ca. 25 cm Blütendurchmesser als die größte Dahlie galt.

Während Wirtschaftskrise und Weltkriegen orientieren sich die Unternehmen umbauen überwiegend Obst und Gemüse zur Versorgung der Bevölkerung an. Zu DDR-Zeiten verstaatlichte man die Unternehmen und große Flächen mussten neuer Wohnbebauung weichen.

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