Dresden Gruna

Dresden Gruna
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Der Stadtteil im Dresdner Osten grenzt unmittelbar an den Großen Garten und gehört heute zum Ortsamtsbereich Blasewitz.

Der vormals slawische Ort “Grunow”, was soviel wie “Ort in der Grünen Aue” bedeutet, wurde 1370 zum erstenmal urkundlich erwähnt. Das typische Platzdorf befand sich zwischen Rothermundt-, Zwingli- und Rosenbergstraße. Umgeben war das Dorf von zwei alten Elbarmen. Der südliche verlief neben der heutigen Bodenbacher Straße durch den Großen Garten in Richtung Bürgerwiese.

Nördlich hatten die Bewohner bereits 1309 einen Landgraben für die Be- und Entwässerung ihrer Felder angelegt. Noch heute gibt es diesen Graben. Er zieht sich von Reick kommend über den Rothermundtpark in Richtung Striesen. Als der Große Garten errichtet wurde, mussten auch Grunaer Bauern einige ihrer Felder abgeben. Wichtigste Straße war seit langem die Alte Pirnaer Landstraße – heute Bodenbacher Straße – die einen Handelsweg nach Böhmen bildete.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich der Ort zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Rund um den Großen Garten entstanden einzeln stehende Häuser und Villen. Die Bevölkerungszahl stieg. 1901 wurde Gruna nach Dresden eingemeindet. Ab den 1920iger Jahren errichteten mehrere Bauvereine Miethäuser in geschlossener Blockbauweise (Hepkeplatz / Haenel- Clauß-Straße) und als aufgelockerte Gartensiedlung zwischen Landgraben und Junghannsstraße. Gruna verlor endgültig seinen dörflichen Charakter. Jedoch bestanden noch bis 1945 drei Bauernhöfe in Altgruna.

Der Stadtteil wurde am 13. Februar 1945 stark zerstört. Der alte Dorfkern war nicht mehr zu retten, andere Wohnhäuser, z.B. an der Haenel-Clauß-Straße wurden wieder aufgebaut. Auf den Brachflächen entstand ein großes Neubaugebiet in WBS70 Bauweise. Heute befinden sich hier neben Wohnungen zahlreiche Geschäfte, die Bibliothek, Ärzte etc. An der Zwinglistraße wurde diesen nach 1990 ein Wohn- und Geschäftshaus vorgebaut.

Die Thomaskirche

Bis 1908 gingen die Grunaer Bürger in die Dresdner Kreuzkirche. In diesem Jahr entstand die eigenständige Thomaskirchgemeinde. Der Bau einer eigenen Kirche war nur durch Stiftungen von Rosamunde Beil und Julius Ludwig Rothermundt sowie durch Spenden möglich. So konnte 1892 die Kirchweihe gefeiert werden. 1950, als erste im Krieg zerstörte Kirche Dresdens, wurde sie wieder eingeweiht. In den 1980iger Jahren erfuhr sie eine umfangreiche Sanierung.


Der Rothermundtpark

Julius Ludwig Rothermundt, ein russischer Fabrikant, Kommerzienrat und Stifter der Thomaskirche, besaß bereits eine Villa in Blasewitz, als er sich Ende des 19. Jahrhunderts das Grundstück des heutigen Rothermundtparkes zulegte. Er errichtete hier ein Landhaus mit großzügiger Parkanlage, die er bald auch den Anwohnern zur Nutzung freigab. Als die Ruinen der Villa, sie wurde 1945 zerstört,beseitigt waren, blieb der Park bestehen. Die Anlage entwickelte sich zu einem Volkspark mit Kinderspielplatz, der 1999 erneuert wurde.

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