Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz

Kurort Rathen
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Felsenlandschaft, Bastei und Urlaub

... als hätten da die Engel im Sande gespielt ... schrieb Heinrich von Kleist 1801 schwärmerisch über die faszinierende Natur der Sächsischen Schweiz.

Inmitten dieser wildromantischen, zerklüfteten Felsenlandschaft, der weitbekannten Bastei direkt zu Füßen, liegt der Luftkurort Rathen.

Nur knapp 500 Einwohner zählt der beschauliche Ort. Verkehrsberuhigte Straßen mit Land- und Fachwerkhäusern vermitteln das Flair eines würdevollen Kurortes, in den sich Gäste nach ausgedehnten Wanderungen im Gebirge entspannt zurück ziehen können. Fernab von Autolärm und Hektik finden gestresste Städter hier Natur, Ruhe und Erholung. Eine historische und denkmalgeschützte Gierseilfähre verbindet die beiden Ortsteile Oberrathen und Niederrathen.

Aufgrund seiner zentralen Lage im Nationalpark Sächsische Schweiz ist er als Ausgangspunkt für Wander- oder Klettertouren sehr beliebt.

Der Lichterbrunnen im Kurort

Ein weiteres Highlight ist der 2003 – 2004 erbaute Lichterbrunnen am Kurplatz. Im Rhythmus sanfter Musik bewegt sich das Wasserspiel und farbiges Licht zaubert immer neue Reflexe. Dieses Zusammenspiel ist pure Wellness für die Seele.

Kleiner Geschichtsabriss und die Burgen Alt- und Neurathen

1261 wurde Rathen erstmals urkundlich erwähnt. Die Bewohner verdienten als Schiffer, Steinbrecher und Fischer ihren Lebensunterhalt. Zwei Burgen besaß der Ort – Altrathen und Neurathen.

In den Mauern der auf einem Felssockel hoch über der Elbe thronenden Burg Altrathen befindet sich heute ein Hotel/eine Pension mit Erlebnisgastronomie. Die Reste der Felsenburg Neurathen sind höher gelegen und dienten der Wehlener und Rathener Bevölkerung in mancher Krisenzeit als Schutz. So beispielsweise während des Nordischen Krieges, wie eine Inschrift von Christopf Hase – 1706 – belegt: „WAR TER SWETE IN LANTE ES KUSTETE VIL GELT.“

Als Besitzer der Burgen sind verschiedene, meist böhmische, Rittergeschlechter gekannt. Der letzte Ritter von Rathen – Hans von der Oelsnitz – fiel bei den Landesfürsten – 69 belagert wurde. 1469 wurden die Burgen schließlich zerstört.

Nach umfangreichen Rekonstruktionen gab man die Burganlage Neurathen im Jahr 1984 für Besichtigungen frei. Das gesamte Areal ist als Kulturdenkmal geschützt. Bis in das 20. Jahrhundert hinein waren Schifffahrt und Steinbrucharbeit als Wirtschaftszweige von wesentlicher Bedeutung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam auch der Tourismus hinzu. Seit 1936 ist Rathen ein Kurort.

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