Von den Schrammsteinen über die Affensteine zum Großen Winterberg

Ausblick von den Schrammsteine
© die-infoseiten.de

Eine Wanderung durch fantastische Sandsteinwelten mit Panoramablick, Abenteuer und Muskelkater-Garantie

Tagestour - ca. 30 km

Eins vornweg: es sollte eine wunderschöne, aber anstrengende Tageswanderung im Spätherbst werden. Einmal mehr entdeckten wir die Schönheit des Elbsandsteingebirges, die wilden Schlüchte, bizarren Felsformationen und die sanfte Hand der Vegetation, die selbst im unwirtlichsten Winkel Wind und Wetter trotzt.

Und einmal mehr stellten wir beim späteren Durchsehen unserer mitgebrachten Fotografien fest, dass man diese einmalige Natur nur ansatzweise im Bild festhalten kann. Man muss sie selbst erleben.

Zur Schrammsteinaussicht

Los ging es 6.45 Uhr von Bad Schandau, den Zahnsberg bzw. Zahnsgrund hinauf auf die Schrammsteinaussicht. Spätestens hier waren wir wirklich munter, der Kreislauf war auf Vordermann gebracht. Oben angekommen entschädigte der traumhafte Blick, die herrliche Morgensonne und ein leckeres Frühstück aus dem Rucksack.


Auf die Affensteine über die Häntzschelstiege

Bald ging es weiter zu den Affensteinen, immer dem grünen Punkt folgend. Den Aufstieg wählten wir über die Häntzschelstiege – volles Abenteuer über in den Felsen eingelassene Tritteisen und Stahlseile (einige Wanderführer empfehlen hierfür sogar eine separate Absicherung mit dem Seil). Für trittfeste und schwindelfreie Wanderer empfehlenswert, denn oben angekommen begeistert ein atemberaubender Ausblick – ganz abgesehen vom Stolz, diesen Weg geschafft zu haben.

Über die Affensteine zum Großen Winterberg

Nach einer Rast entschieden wir uns für den Weg über den Kamm zum Großen Winterberg. Wer mag, kann von hier aus auch wieder über die Heilige Stiege oder die Wilde Hölle absteigen. Vom Abstieg über die Hänzschelstiege ist dringend abzuraten. Doch wir wollten noch weiter, also nächstes Ziel “Großer Winterberg”. Zwischendurch locken immer wieder traumhafte Panoramablicke zum Verweilen und Fotografieren.

Glücklicherweise erweist sich der Aufstieg zum Winterberg, nach dem Großen Zschirnstein die zweithöchste Erhebung der Sächischen Schweiz, als recht gemächlich. Nach den beiden hinter uns liegenden Aufstiegen fast (aber eben auch nur fast) eine Erholung. Auch hier gibt es wieder Gelegenheit für eine Rast und einen kleinen Imbiss in der Winterbergbaude, oder, wie in unserem Fall, aus dem Rucksack, da alle Tische voll besetzt waren.

Ein letztes Mal heißt es alle Kräfte für den Rückmarsch zu mobilisieren. Die Wegweiser machen zu diesem Zeitpunkt wenig Mut: Zeit für den Rückweg zwischen 2 1/2 und 3 Stunden. Nützt nichts, los gehts. Wir wählen für den blauen Strich, der uns teilweise den bereits gegangenen Weg zurück führt, später aber auch wieder völlig neue Naturerlebnisse bietet. Bald ist die Müdigkeit ob der traumhaften Ausblicke jedoch wieder vergessen. Ganz langsam senkt sich die Sonne dem Horizont entgegen.

Wir haben Glück, kurz bevor der Wald im völligen Dunkel versinkt, gelangen wir über den Zahnsgrund wieder zurück zu unseren Autos – voller neuer Eindrücke und mit leeren “Akkus”.

Bilder

Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
i