Geising im Osterzgebirge

Geising im Erzgebirge
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Erholen Entspannen und Urlaub

Die idyllische Stadt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Osterzgebirge, nur wenige Kilometer von der Tschechischen Grenze entfernt, ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die herrliche, waldreiche Umgebung lädt zum Erholen und Entspannen ein und kann auf unterschiedlichste Weise – zu Fuß, mit dem Rad, dem Kremser oder im Winter per Ski – erkundet werden. Zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten bieten für Jeden etwas. Die höchsten Erhebungen in der Umgebung sind Kohlhaukuppe (786 m) und Geisingberg (824 m).

Nach einem ausgedehnten Ausflug kann man die sprichwörtliche Gastfreundlichkeit der Bewohner in einem der vielen Gasthäuser, Restaurants und Hotels genießen.

Der Stadtkern von Geising steht heute unter Denkmalschutz. In den letzen Jahren wurden die vielen Fachwerkhäuser liebevoll rekonstruiert und erinnern an die bewegte Vergangenheit des Ortes. Ein hier herausragendes Gebäude ist das sogenannte Saitenmacherhaus, benannt nach einem ehemaligen Besitzer.

Die Besiedlung der Region Osterzgebirge geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Zuerst nutzten Bauern den fruchtbaren Boden. Als etwa 150 Jahre später die ersten Erze gefunden wurden, begann die Entwicklung zum Bergbaugebiet. Geising (1449 „Gewsing“ und Ende des 15. Jahrhunderts „Geysigk“ genannt) wurde zur Bergmannsiedlung. Der Name geht wohl auf das Gießen und Schmelzen zurück. Schmelzhütten nannte man „Geussen“. Ursprünglich bestanden zwei, durch den Geisingbach getrennte, selbständige Städte: Altgeising und Neugeising. Beide wurden 1857 zu einer Stadt vereint.

Da sich die Bewohner nie mit einem Wall oder einer Stadtmauer gegen Feinde schützen konnten, wurde 1496 eine Schützenbruderschaft für die Selbstverteidigung gegründet. Die Bruderschaft bewährte sich lange, bis ihre Dienste in der Gegenwart überflüssig wurden.

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts kam der Bergbau in Geising größtenteils zum Erliegen. Aber in der Weiterverarbeitung, dem Handel und dem Gießen von Zinn, stand Geising noch lange Zeit Bedeutung zu. Die einstigen Pochmühlen wurden beseitigt oder in Mühlen und Sägewerke umgebaut. Viele Geisinger verdienten ein Zubrot in Heimarbeit. Die Bewohner waren sehr arm.Das änderte sich erst, als man sich der idealen Lage inmitten eines traumhaften Mittelgebirges besann und auf Tourismus und Fremdenverkehr setzte.

Heute ist Geising gemeinsam mit Altenberg ein Zentrum für Wintersport im östlichen Erzgebirge. Die kilometerlangen, gut gespurten Loipen begeistern jeden Langlauf-Fan. Am Skihang von Geising mit Lift kommen die Freunde des Abfahrtski auf ihre Kosten.

Auf Kohlhaukuppe und Geisingberg befinden sich Aussichtstürme, von denen man die fantastische Umgebung genießen kann. Der Turm auf dem Geisingberg wurde 1891 in nur 68 Tagen von Baumeister Otto Schmidt errichtet und zu Ehren einer Verlobten vom späteren König Friedrich August III. „Louisenturm“ genannt. Dieser Name sollte sich nie durchsetzen, da die Prinzessin den Sächsischen Hof verließ. Heute wird er „Geisingbergturm“ genannt.

Am Ortseingang von Geising befindet sich eine Kopie der barocken Postmeilensäule, an der man die Entfernung zu den unterschiedlichsten Orten ablesen kann. Eine einmalige Ausstellung zu kursächsischen Postmeilensäulen befindet sich im Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein, über die – zusammen mit den anderen bedeutenden Sehenswürdigkeiten in Lauenstein – bereits im Magazin „die-infoseiten.de“/Ausgabe September-Oktober 2007 umfangreich berichtet wurde.

Überreste des Bergbaus sind heute noch mit alten Bergmannshäusern, Tagebrüchen und oftmals zusammengestürzten Mundlöchern allgegenwärtig. So befanden sich einst allein auf Geisinger Flur drei Schmelzhütten und 15 Pochwerke. Im heutigen Ratskeller befand sich das Bühnausche Bergamt. Im Erdbachtal befi ndet sich das Mundloch des ehemaligen „Silber-Stollen“ und an der Dresdner Straße das Mundloch von „Zwitter- Stocks Tiefem Erbstollen“.

Auch die Ausstattung der Geisinger Kirche erinnert an den Bergbau. Zwei Bergmannsfi guren schmücken den Altar, welcher von Schlegel und Eisen gekrönt wird. Die Kirche entstand von 1689 – 1690.

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