Prager Straße Dresden

Prager Straße
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Geschichte und heutige Shoppingmeile in Dresden

Entstehung des Boulevards, der niemals schlief

Nachdem 1851 der Böhmische Bahnhof in Betrieb genommen wurde, benötigte man in Dresden dringend eine Verbindungsstraße von der Innenstadt zum Bahnhof, lag dieser doch inmitten ländlicher Umgebung.

Prachtvoll und repräsentativ wurde sie, die gerade Straße, mit deren Errichtung 1852 begonnen wurde. Wohlhabende Dresdner Bürger ließen sich nieder und bauten großzügige Villen mit Gärten und Parks. Besucher, die vom Bahnhof zum Stadtzentrum fuhren, sollten schon hier einen gebührenden Eindruck von der Schönheit der Stadt erhalten.

Während der Gründerzeitjahre verändert das Gebiet sein Aussehen grundlegend. Es entwickelte sich zu einem dicht mit geschlossenen Häuserfluchten bebauten, mischgenutzten Quartier der Gründerzeit. Handwerker siedelten sich ebenso an wie elegante Kaufhäuser, edle Geschäfte, Gaststätten, Cafés, Banken, Theater, Cabaretts und Hotels. In den großzügigen Wohnungen über den Geschäftsetagen wohnten wohlhabende Bürger. Mehrere Straßenbahn- und Buslinien fuhren hier.

Die Prager Straße entwickelte sich zu einem niemals schlafenden Boulevard, der sogar mit der vornehmen „Kö“ in Düsseldorf verglichen wurde.

Wissen Sie, dass genau auf dieser Prachtmeile im Jahr 1913 eine weitere sächsische Erfindung seinen Siegeszug in die Welt antritt? Die Firma Theekanne erfand und produzierte hier in der Prager Straße die weltersten Teebeutel.

Entwicklung der Prager Straße nach 1945

Nachdem auch die Prager Straße 1945 fast vollständig zerstört wurde, dauerte es 20 Jahre, bis mit dem Aufbau begonnen wurde. Nach einem groß angelegten Architekturwettbewerb begann man 1965 mit dem Bau. Ein großzügiges Ensemble sozialistischer Moderne sollte entstehen.

Die 240 m lange Wohnzeile und die vier Hochhäuser am Wiener Platz entstanden im ersten Bauabschnitt. Mit dem Rundkino erhielt Dresden 1972 ein repräsentatives „Erstaufführungshaus“. Seit 2003 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Ein 3D-Kino und das Puppentheater des Theaters für Junge Generation teilen sich heute die Räumlichkeiten.

Ihren Abschluss fanden die Bauarbeiten 1978 mit Fertigstellung es Centrum-Warenhauses. Klimaanlage und Rolltreppen im Gebäude waren ein Novum im Nachkriegs-Dresden. Obwohl die Aluminiumwaben der Fassade nur eine preiswerte Alternative zur eigentlich geplanten Sandsteinverkleidung war, wurden gerade diese zum Wahrzeichen des Gebäudes.

Entwickung seit 1990

Seit 1990 hat sich auf der Prager Straße viel getan. Die überdimensionale Weite wurde duch Neubauten beseitigt. Neben dem unter Denkmalschutz stehenden Rundkino entstand ein neues Kino, der UFA-Palast, oder auch wegen seiner Bauweise Kristallpalast genannt. Vier Hotels empfangen ihre Gäste in modernen, sanierten Häusern. Das alte Centrum-Warenhaus ist einer großen Shoppingmall, der Centrum Galerie, gewichen, wobei Teile der Wabenfassade in die neue Gestaltung einfließen konnte. Die gesamte Promenade mit Springbrunnen, Ruheinseln und Wasserspielen wurde erneuert. Der berühmte Pusteblumenbrunnen, ein Wahrzeichen der Prager Straße, konnte erhalten werden. Die große Wohnzeile wurde komplett saniert. Entstanden ist eine moderne Großstadtpromenade zum Einkaufen, Bummeln, Verweilen.

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