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Sukuma Award

Bau‘ keinen Mist – Von zukunftsfähigem Bauen und Wohnen

Filmideen gesucht! Die nächste Ausschreibungsrunde des Bürger*innen-Filmpreises Sukuma Award startet unter dem Motto „Nachhaltig Bauen und Wohnen“.

Bis Ende des Jahres sind alle Dresdner:innen dazu aufgerufen, eine Idee für einen witzig-kritischen Filmspot zu dem Thema zu entwickeln. „Es geht nicht darum, ein fertiges Drehbuch vorzulegen“ führt Projektkoordinatorin Lea Kamp aus. „Vielmehr sollen die Teilnehmenden einen kreativen und emotionalen Zugang finden, der dann gemeinsam mit den Initiator*innen und einem professionellen Filmteam ausgearbeitet wird.“ Den Gewinner*innen winkt nicht nur die professionelle Umsetzung der Siegeridee, die im Vorprogramm vieler Kinos zu sehen sein wird, sondern auch ein Gutschein für eine abenteuerliche Zeit inklusive Baumhaus-Übernachtung in der Geheimen Welt von Turisede – Kulturinsel Einsiedel.

Hintergrund

Ein Dach über dem Kopf ist Vieles: Ein Existenzbedürfnis, ein Ort der Sicherheit und im Idealfall Rückzugs- und Wohlfühlort. Hier wohnen und entspannen wir, arbeiten, visionieren, bewegen uns und gestalten unsere Leben – und verbringen so etwa 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen. Doch in welchem Zusammenhang steht „Bauen und Wohnen“ mit Fragen der Nachhaltigkeit? Der Bausektor ist für 38 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 517 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe verbaut und rund 200 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle produziert. Klimaschädlich, ressourcenintensiv und verbunden mit katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen – die Notwendigkeit eines Wandels innerhalb des Bau- und Wohnsektors ist groß. Gleichzeitig bieten sich Potentiale, die Transformation mitzugestalten: Es braucht nicht nur einen Wandel hin zur Nutzung von nachhaltigen und nachwachsenden Rohstoffen sowie eine effiziente Kreislaufwirtschaft, sondern auch ein Umdenken in unseren Köpfen: Aus welchen Materialien besteht unsere Inneneinrichtung und wie nachhaltig ist diese? Wie kann eine wirkliche Teilhabe von Bürger*innen an der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben aussehen? Und wieso ist das freistehende, energie- und flächenintensive Einfamilienhaus immer noch die beliebteste Wohnform in Deutschland? Der Sukuma Award regt – auch mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen – jede:n an, Fragen zu stellen, wie wir eine nachhaltige Bau- und Wohnkultur entwickeln können. Die Filmspots, die aus dieser Kampagne entstehen, sollen einen humorvollen Zugang zu dem Thema ermöglichen, ohne dabei den kritischen Blickwinkel abzulegen. Alle Infos zur Teilnahme unter www.sukuma-award.de.

Das Netzwerk des Sukuma Awards

Der Sukuma Award ist ein Projekt des Vereins Sukuma arts e.V., der sich in ganz Sachsen und insbesondere in Dresden und Chemnitz für nachhaltiges Handeln und eine enkeltaugliche Gesellschaft engagiert. Die Filmnächte am Elbufer, der Potsdamer Regisseur Thomas Frick sowie die ravir film GbR unterstützen die Realisierung des Awards. Netzwerkpartner*innen sind u. a. Architects for Future Dresden, die TUUWI sowie das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen (ENS). Medienpartner*innen sind das DRESDNER Kulturmagazin, Dresden Fernsehen, die Hochschulzeitung Campusrauschen sowie das Online-Magazin Neustadt-Geflüster. Gefördert wird der Sukuma Award von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, von der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie mit Mitteln des Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, des Katholischen Fonds und der Heidehof Stiftung GmbH. Zudem wird das Projekt durch die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz sowie die Stadt Chemnitz gefördert. Des Weiteren unterstützen sowohl die GLS Treuhand als auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden den Sukuma Award.