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Festspielhaus Hellerau

1911 wurde das Festspielhaus in Hellerau nach EntwĂŒrfen von Architekt Prof. Heinrich Tessenow und auf Initiative von Wolf Dohrn als tempelartiges, schlichtes GebĂ€ude erbaut. Es wurde durch die Tanzschule von Emilie Jaques Dalcroze sowie fĂŒr regelmĂ€ĂŸige Festspiele genutzt und entwickelte sich schon bald zum kulturellen Mittelpunkt Helleraus und zum Zentrum des modernen Ausdruckstanzes.

Der Schweizer MusikpĂ€dagogen Jaques-Dalcroze begeisterte das Publikum mit seiner selbst entwickelten „Rhythmischen Gymnastik“. Zu seinen bekanntesten SchĂŒlerinnen gehörte Mary Wigmann, die spĂ€ter Gret Palucca unterrichtete. Durch die architektonische Verschmelzung von BĂŒhne und Zuschauerraum im Festsaal, wurde das Publikum direkt in die Vorstellungen mit einbezogen. Das war zu damaliger Zeit eine absolute Sensation.

Durch die Veranstaltung der Festspiele, zu denen sich viele berĂŒhmte GĂ€ste trafen, wurde Hellerau bald das „SĂ€chsische Bayreuth“ genannt.

Ab 1939 wurde das Festspielhaus zur Polizeischule. In der Zeit von 1945 – 1992 nutzte die Rote Armee die RĂ€umlichkeiten als Kaserne, Sporthalle und Lazarett. Damit war die glanzvolle Zeit der KĂŒnstler erst einmal vorĂŒber. Seit 1992 ist das Festspielhaus wieder fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich und wurde bis heute umfangreich und liebevoll saniert.

Heute ist das zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stehende GebĂ€ude wieder SpielstĂ€tte fĂŒr zeitgenössische Kunst.

Festspielhaus Hellerau

Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden OT Hellerau

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